![]() |
|
Wohnmobilreise durch Queensland (Australien) Ein Reisebericht von Hans Walter Emmert |
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
![]() |
Bootsfahrt zum Great Barrier Reef Das Riff erstreckt sich über eine Länge von gut 2.000 Kilometer entlang der Ostküste von Queensland und ist nicht mehr als 300 Kilometer vom Festland entfernt. Es besteht aus einer Kette von über 2.500 einzelnen Riffen und knapp 1.000 Inseln. Das Riff bildet die größte von Lebewesen geschaffene Struktur auf der Erde und kann sogar vom Weltall aus gesehen werden. Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes in Cairns unternahmen wir eine Fahrt mit einem Katamaran zum Riff. Von einer Plattform mit Unterwasserausblick sowie einem Glasbodenboot konnten wir die Korallen und die Fische des Great Barrier Reefs beobachten. |
||||||
|
Wohnmobil Für die Fahrt von Cairns nach Brisbane (2.160 km) hatten wir ein Wohnmobil für 4 Personen gemietet. Der Vermieter gab uns aber ein Wohnmobil für 6 Personen. So hatten wir angenehm viel Platz und mussten nichts umbauen oder umräumen. Das Wohnmobil war gut und problemlos zu fahren. Die Automatik vereinfachte die Gewöhnung an den Linksverkehr. |
|||||||
![]() |
Das Wohnmobil hatte folgende Maße und Ausstattung: Länge: 6,20 m, Höhe: 3,40 m mit Mercedes-Benz-Fahrwerk und Fahrerhausklimaanlage über Dieselmotor Mikrowelle (220 V), Heizung/Klimaanlage (220 V), Gasherd, Heißwasser mit Gas, Automatikgetriebe. |
||||||
|
|
![]() |
||||||
|
Mission Beach - Townsville (240 km) Von Mission Beach ging unsere Fahrt auf dem Bruce Highway über Cardwell und vorbei an der Hinchinbrook Insel (siehe Bild) und vielen Zuckerrohrplantagen nach Townsville. Hier übernachteten wir im Lakes Caravan Park. Da wir zwei Übernachtungen geplant hatten, buchten wir en suite (eigenes Bad - oft kann man nur bei einem Mindestaufenthalt von zwei Tagen en suite erhalten). Der Campingplatz war gut; er gehört keiner Kette an. |
||||||
![]() |
||||||
|
Townsville Townsville hat 88.000 Einwohner und ist die Hauptstadt von Nordqueensland. Sie ist auch die zweitgrößte Stadt des Bundesstaates (für Europäer sind außer den wenigen Millionenstädten wie Sydney, Melbourne, Perth, Adelaide die australischen Städtchen und Orte einwohnermäßig ungewohnt klein). In Townsville sind noch eine ganze Reihe von Kolonialgebäuden erhalten, die man liebevoll restauriert hat. |
||||||
|
|
|
|
Townsville - Airlie Beach (285 km) Die Strecke von Townsville nach Airlie Beach ist recht langweilig. Zuckerrohr-, .Ananas- und Mango-Plantagen säumen den meisten Teil der Straße. Dazwischen sind trockene, graugelbe Felder, auf denen hin und wieder Rinder zu sehen sind. Wir blieben zwei Tage auf dem sehr schönen Top Tourist-Camping-PlatzIsland Gateway. |
![]() |
|||||
|
Whitsunday- (Pfingt-) Inseln Die Whitsunday-Inseln sind ein australisches Paradies. Sie bekamen ihren Namen (deutsch: Pfingstinseln) von James Cook, der sie am 4. Juni 1770, einem Pfingstsonntag, entdeckte. Die gebirgige Inselgruppe liegt im blau schimmernden Wasser des Pazifischen Ozeans. Subtropische Üppigkeit, einsame Traumbuchten, undurchdringliche Buschwälder und fischreiche Korallenriffe verleihen den Inseln einen paradiesischen Anstrich. Herrliche Badestrände an glasklarem, blauen Wasser erwarten die Besucher - und eines der besten Segelreviere der Welt mit lagunenartigen Buchten, auf dem gleichen Breitengrad wie Tahiti.Von den 74 Inseln sind nur wenige bewohnt. Jede der Inseln hat ihren eigenen Charakter und ist meist in Besitz von einem größeren Hotelkonzern, der ein bestimmtes Konzept für die ganze Insel umgesetzt hat. So ist z.B. Hayman Island die luxuriöse, Hamilton Island die mondände und Daydream Island die familiäre Insel. Lindeman Island steht unter der Regie des Club Med. Mittels Fähren kann man die Inseln besuchen. Bei wunderbarem Wetter besuchten wir die Inseln Long Island, Daydream Island und Hamilton Island. |
|||||
![]() |
|||||
![]() |
|||||
|
Airlie Beach – Mackay – Kinka Beach - Hervey Bay (1.000 km) Der nächste Ort, wo wir in paar Tage bleiben wollten, war Hervey Bay. Dieser Ort ist Ausgangspunkt für Besuche auf Fraser Island und für Walbeobachtungen. Für die 1.000 Kilometer hatten wir drei Tage geplant. Die erste Etappe von 165 km ging von Airlie Beach bis in die Nähe von Mackay, die zweite Etappe von Mackay nach Kinka Beach an der Capricorn-Küste (375 km) und die dritte Etappe von 460 km von Kinka Beach nach Hervey Bay. Die etwa 1.000 km lange Strecke hat kaum touristische Höhepunkte. Die Straße (Bruce Highway) geht hauptsächlich durchs Landesinnere ohne wechselnde Landschaft. Es sind nur wenige Häuser bzw. Häuseransammlungen zu sehen. Zwischen Mackay und Rockhampton (320 km) gibt es nur 2 richtige Rastplätze. Die Strecke ist aufgrund fehlender Abwechslung und schnurgerader Straße stark unfallgefährdet. Straßenschilder weisen immer wieder auf diese Tatsache hin. Alle paar Kilometer lag ein überfahrenes Känguru am Straßenrand. |
|||||
![]() |
|||||
![]() |
|||||
|
Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Die Insel ist 165.000 Hektar und hat eine Länge von 124 km und eine Breite zwischen 5 und 27 km. Fraser Island ist geprägt von gigantischen Sanddünen, dichten Urwäldern, tiefblauen Süßwasser-Seen, kristallklaren Bächen und einer einzigartigen Flora und Fauna. Zur Erkundung der Insel ist ein Allradfahrzeug notwendig, denn die einzigen Straßen sind Sandpisten und Strände. Manchmal landen auch kleiner Flugzeuge auf dem Strand |
|||||
|
Walbeobachtung Bei wunderbaren Wetter und einer Temperatur von bis zu 28 Grad machten wir mit einem Boot eine nahezu ganztägige Walbeobachtungsfahrt. Beim Kauf der Tickets wurde uns garantiert, dass wir Wale zu sehen bekommen, sonst bekämen wir unser Geld zurück. Die Zusicherung wurde voll eingehalten: wir bekamen zwischen 15 und 20 Wale zu sehen. |
|||||||
![]() |
|||||||
|
Hervey Bay - Beerburrum (330 km) Wir fuhren von Hervey Bay nicht direkt nach Brisbane, sondern machten einen Umweg zu den Glasshouse Moutains. 11 Felsenberge erheben sich aus der Ebene. Sie entstanden vor vielen tausend Jahren durch Eruptionen. James Cook sollen die Berge im gleißenden Licht an englische Treibhäuser (Glasshouse) erinnert haben, daher der Name. |
|||||||
![]() |
|||||||
|
Beerburrum - Brisbane (65 km) Am Vormittag fuhren wir die kurze Strecke nach Brisbane und gaben unser Wohnmobil zurück. Ab Mittag machten wir einen Bummel durch die quirlige, aber nie hektische Hautpstadt von Queensland. Wir aßen in einem der vielen Straßenrestaurants zu Mittag. Es war warm und die Sonne schien - kein Wunder, da es in Brisbane selten regnet. In Brisbane endete unsere Reise durch Queensland. |
|||||||
|
Zusammenfassung Es war eine angenehme und sehr interessante Reise. Die Preise in Australien liegen etwas unter unseren. Diesel kostet knapp die Hälfte. Die Menschen sind freundlich und offen, hilfsbereit und dienstleistungsorientiert. Die wirtschaftliche Lage ist gut und die Menschen machen einen zufriedenen Eindruck. Die bei uns vorherrschende politische und ökonomische Beharrung auf Hergebrachtem ist in Australien unbekannt. Die Menschen sind zukunftorientiert; dies sieht man auch an den Familien mit mehreren Kindern auf Campingplätzen. In Australien herrscht Linksverkehr - für Kontinentaleuropäer gewöhnungsbedürftig. Der Verkehr fließt ruhig und entspannt. Gewagte Überholmanöver oder Drängeleien haben wir nicht beobachtet. |
|
|
|
Strom (powered) und Wasser gab es auf allen Plätzen, die wir besucht haben. Nur bei sehr einfachen, abgelegenen Plätzen (meist in Nationalparks) kann es vorkommen, daß es keinen Stromanschluß gibt (meistens sind diese Plätze zum Zelten gedacht). roße Campingplätze bieten individuelle Duschen und Toiletten an (nennt sich 'en suite'). Auf Campingplätzen sollte man die wenigen zusätzlichen Dollar für einen Stromanschluß investieren, da Mikrowelle und insbesondere Klimaanlage/Heizung des Wohnmobils nur mit 220V-Strom funktionieren. Links zu besuchten Campingplätzen und zu den beiden großen Ketten Airlie Beach: http://www.islandgateway.com.au Kinka Beach: http://www.coolwaters.com.au Hervey Bay:http://www.happywanderer.com.au Beerburrum: http://www.glasshousetouristpk.com.au Die Kette BIG4: http://www.big4.com.au Die Kette Top Tourist Parks: http://www.toptouristparks.com.au Weitere Informationen Einen noch detaillierteren Bericht über die Reise ist zu finden im Internet unter http://www.hbemmert.de/reisen |
|
Zurück zur Übersicht Reiseberichte Deutschland - Europa - Welt
|
||||