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Reisebericht Kalifornien vom 1. April bis 12. Mai 2005 - von Ilse Warm - Teil 1

Mit der Air India aus Neu-Delhi kommend, erreichen wir ab Frankfurt den Flugplatz LAX in Los Angeles.

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Eine Nacht verbringen wir im Hilton und werden am nächsten Morgen von der Mietstation El Monte abgeholt. Die Übergabe erfolgt zügig und los geht’s mit einem nagelneuen 8,40 x 2,60 m Fleedwood Reisemobil welches 3 Monate noch ohne Nummerschild fahren darf. An der Innenseite der Windschutzscheibe klebt ein kleiner Zettel – die Zulassung, aber versichert sind wir. Im nächsten Supermarkt bunkern wir Lebensmittel, besorgen beim Partnerverein AAA Straßenkarten, nehmen die Interstate 5 nach Süden, dann den Highway 101, suchen uns ein ruhiges Plätzchen für ein spätes Frühstück am Meer.

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Den Sonnenuntergang genießen wir in La Jolla, eins von San Diegos Juwelen und übernachten auf einem Wal Mart Parkplatz.

San Diego, die zweitgrößte Stadt Kaliforniens, wird wegen dem perfekten Klima von den meisten Menschen besucht. San Diegos Altstadt, reflektiert die facettenreiche Vergangenheit und der Zoo, einer der tollsten sind Anziehungspunkte der Stadt. Spanische Mönche gründeten hier die erste kalifornische Mission. Heute am 03.04.2005 beginnt in Kalifornien die Sommerzeit und in Deutschland ist es 9 Stunden später. Um ins Nahe Mexiko zu fahren wäre eine zusätzliche Versicherung für das Mobil erforderlich, worauf wir verzichten, da wir schon 1989 eine 1wöchige Flugrundreise plus 2wöchigen Badeurlaub in Acapulco unternommen haben.

Nach Osten, auf der Interstate 8 biegen wir auf den Hwy 79 ab. In der urigen Westernstadt Julian legen wir einen Zwischenstop ein.

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In Palm Springs sind die Hauptbeschäftigungen Golf, Entspannen, Einkaufen oder sich auf dem Palm Canyon Drive, der Flaniermeile zeigen. Diese gigantische künstliche Oase zieht viele Ultrareiche an. Umgeben von einer vielfältigen Landschaft, gutes Klima und reine Bergluft gibt es außer einem bizarren Windmühlenpark nicht viel zu sehen.

Dann geht es in den Joshua Tree National Park. Diese zwei unterschiedlichen Wüstenzonen sind 3213 km² groß und erstrecken sich entlang des San Bernadino Gebirges mit einer abwechslungsreichen Flora und Fauna, darunter viele verschiedene Kakteenarten. Der seltsame Joshua Tree ist ein Yucca-Abkömmling mit dicken ausgestreckten Ästen und spärlichen Blattbüscheln.

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Nach Twentynine Palms zeigt uns ein Hinweisschild: Die nächsten 160 Meilen keinerlei Service. Mit gefüllten Benzintank und Trinkwasservorrat fahren wir den Hwy 62 und erreichen in Parker den Colorado River im Bundesstaat Arizona.

Nach dem Hwy 95 vorbei an Lake Havasu befahren wir ein Stück des Legendären Highway 66, auf dem die Menschen über lange Zeit in den verheißungsvollen Westen zogen. In Oatman versperrt uns eine Schießerei die Weiterfahrt; eine kleine Show mit „4 Cowboys“ die sich ein paar Dollar verdienen wollen.Es geht über die Passhöhe, vorbei an alten Mienen und Gräbern. Auch in Hackberry ist der Mythos um die Route 66 mit alten Schildern von Tankstellen und Motels wieder aufgeblüht.

In Valle übernachten wir vor einem Motel. Am Eingang des Grand Canyon kaufen wir ein Parkticket für 50 $, welches auch für weitere Nationalparks Gültigkeit besitzt und melden uns zu einem Hubschrauberrundflug an. Vom South Rim überfliegen wir die 1600 m tiefe Erdspalte, eine der größten der Welt. Aber auch vom 40 km langen East Rim Drive ist die Aussicht auf den Grand Canyon, vor allem morgens wenn die Sonne ihre Strahlen auf die graublauen Felswände wirft, atemberaubend.

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In Mexican Hat steuern wir einen RV Park an und bekommen auf dem Weg dorthin schon einen ersten Eindruck von der Szenerie im Navajo-Indianer-Reservat, bekannt von vielen Western, Abenteuerfilme und Werbespots, mit seinen Tafelbergen aus feuerrotem Sandstein. Quer durch das Monument Valley Tal führt eine heftig ausgewaschene 17 Meilen Rundstrecke, die wir mit dem Mobil fahren können und auch dürfen.

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Von Mexican Hat im Bundesstaat Utah, benannt nach einer Felsformation in der Nähe, fahren wir den Hwy 261, der vor einer steilen Felswand zu enden scheint. Valley of the Gods liegt vor uns. Erst kurz vor dem Aufstieg ist die Straße zu erkennen und es geht zum Teil auf Schotterbelag in Serpentinen auf die Passhöhe.

Danach folgen wir auf der Hochebene den Hwy 95 der sich durch eine unglaubliche Canyonlandschaft zum Colorado windet. Entlang am weißen Canyon nach Hite, wo Cass Hite 1883 zum ersten Mal Gold fand.

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In Hanksville biegen wir nach Westen durch den 5 -20 km breiten und 120 km langen Capitol Reef Nationalpark in Richtung Torrey ab. Hier ließen sich zwischen den steilgestellten Felskämmen 1880 Mormonen nieder.

Auf dem Hwy 12 überqueren wir die Berge in kühle Höhen von 2800 m, eine Passstraße mit beidseitig tiefen, senkrecht abfallenden Schluchten, die kurz über nackten Felsen verläuft.

Über Boulder und Escalante biegen wir in eine Seitenstraße zum Bryce Canyon ab. Eine in Schneehöhe unglaubliche Vielfalt farbenprächtiger Felsformationen die durch Erosion entstandenen filigranen, schlanken Felssäulen, die Hoodoos genannt werden

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Auch der nachfolgende Red Canyon mit seiner vielfältigen Schönheit bietet sich für uns, für eine Wanderung an. Den Zion Park erreichen wir durch einen 1,6 km langen gebührenpflichtigen Tunnel. Von Rangern wird der Gegenverkehr bei Großfahrzeugen gestoppt, da diese beide Fahrspuren benötigen.

Auf dem Foto sind die Lüftungsschächte zu sehen. Weiter windet sich der Zion-Mount Carmel Hwy, durch rote, glatt geschliffene Sandsteinformationen bis runter zum Virgin River. Ab dem Visitor Center beginnt eine 12 km lange Panoramastraße die sich durch den 800 m tiefen Canyon windet. Hier gibt es einen Shuttle-Bus. Einen überwältigenden Eindruck erhält man auch vom Canyon Overlook kurz vor dem Tunneleintritt.

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Am 8. April sind wir in Nevada und machen am Lake Mead in Boulder City auf einem Campergro und halt. .

Wir besichtigen den Hoover Staudamm, mit seiner 221 m hohen Staumauer, der Nevada und Arizona trennt und müssen uns, wegen zu befürchtender Terroranschläge, einer strengen Kontrolle unterziehen. Der Colorado liefert das Wasser und der Bau des 1931 begonnenen Staudamms die Energie, mit der sich Las Vegas in Szene setzt.

Und 15 Meilen entfernt beginnt für uns das Kontrastprogramm, welches wir uns vom Stratosphere Tower mit der höchsten Achterbahn der Welt am Abend anschauen. Dort kann man mit einem Bus-Tagesticket den Strip beliebig oft rauf und runter fahren und immer wieder ein- und aussteigen. Die Casinos können uns nicht locken, doch ein Show Abend im Mandalay Bay mit dem ABBA Musical „Mamma Mia“ genießen wir sehr.

Ganz in der Nähe befindet sich ein Wohnmobil Stellplatz. Wir bevorzugen den RV Park Las Vegas in der Windmil Street und lassen uns mit dem Shuttle Bus in die Stadt bringen.Auch die 10 $ Buffets sind spitze. Ob New York, Luxor, Paris, London, Venedig, Wasserfälle, Seeschlachten, Löwen, König Artus im Excalibur, Cleopatra im Caesars Palast oder Michelangelos David, in der Wüstenstadt Las Vegas trifft man alles.

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China Town ist wieder eine Klasse für sich, das Spektakel muss man mal gesehen haben. Hier bleiben wir eine Nacht auf dem Stellplatz, der aber sehr laut ist.

Richtung Death Valley müssen wir einen Umweg nehmen, da 2 Tage zuvor ein Stück der Straße des Hwy 190 nach einem Gewitter weggerutscht war und 4 Menschen in den Tod gerissen hatte. Jetzt führt uns der Weg ins Skigebiet von Las Vegas ins 2331 m hoch gelegene Charleston City. Schnurgerade führt der Hwy. 156 wieder runter zur 95, was gewaltig in den Ohren schmerzt.

An einer Goldgräber Ruine vorbei fahren wir durch das 30 km breite und 200 km lange Wüstental Death Valley. Bis zum Towne Pass (1510 m) überzieht eine karge Salzwüste im Golden Canyon das Land. Bei Stovepipe Wells verschwindet die Landschaft im Staub der Sanddünen.

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Ridgecrest erreichen wir am Abend und morgens geht es weiter bis zum Isabella Lake, dann durch die Terra Bella mit Orangen Plantagen und Erdbeerfeldern wo wir die Früchte direkt vom Feld kaufen können – hm, eine köstliche Abwechslung.

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