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Tripolis - 11.11.

Die Nacht war wie die vorhergehende, bereits früh am Morgen setzte der heftige Verkehr wieder ein. Lkws rasselten vorbei, die Hupen wurden getestet. Zum Ausgleich krähte mal wieder ein Hahn auf dem Campingplatz in aller Frühe munter vor sich hin. Aber letztendlich alles kein Problem, wir freuten uns auf die Hauptstadt.

Kurz vor 9 Uhr starteten die Motoren, die 122 Kilometer nach Tripolis war von heftigen Verkehr begleitet, viele Lkws auf der vierspurigen Schnellstraße.

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Die Straße führt oft nah am Meer vorbei, der Grüngürtel Libyens, zum Teil sind Olivenhaine zu sehen.

Diese Strecke ist auch für den Transferverkehr Ägypten - Tunesien bekannt, vor allen Dingen berüchtigt .

Es herrschte reine Anarchie auf der Straße, jeder war sich selbst der Nächste. Rechts überholen war normal, dabei aber die dritte Spur aufmachen, das war schon höhere Kunst. Siehe da eine Ampel! Aber wofür, wenn man doch bei rot fährt, sich die Pkws zum Rechts abbiegen vorbei quetschen, den Außenspiegel anstoßen und sozusagen dem blöden Touristen eine „lange Nase“ zeigen, der brav grün abwartet. Dem Fremden rücksichtsvoll zu begegnen? Leider so gut wie nie, man zeigt doch überlegen seine Cleverness sich im Straßenverkehr zu bewegen! Wenn man das so beobachtet, wundert man sich, das nichts passiert ist.

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Ein längerer Stau vor einer Baustelle offenbarte besondere Fahrkünste, es wurde rechts auf dem Seitenstreifen überholt, auf eine parallel laufende Piste ausgewichen, auf die Gegenspur gefahren. Dabei unterschätze ein schlauer Autofahrer den hohen Bordstein des Mittelstreifen und blieb prompt hängen. Die deutschen Reisemobilsten blieben gelassen und schlichen im Schritttempo bis zur Baustelle weiter. Beste Straßen befuhren wir bei der Einfahrt in die Hauptstadt.

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Gegen 12 Uhr standen wir auf dem großen Parkplatz in der Nähe der Medina am s.g. „Grünen Platz“. Den ersten Rundgang begleitete unser besorgter Tourist-Polizist. Hinein in das quirlige Leben, durch den „Bab al-Khendig, vorbei am Uhrturm, durch den alten Suk bis zum Triumphbogen „Marce Aurel“ und vieles mehr. Blechernes Hämmern führte uns in die Gasse des „Kesselschmiedes“, hier werden Kannen, Kessel und Zierrat aus Messing aller Art gefertigt. Es entstand der Eindruck einer Handwerkergasse, wie sie im Mittelalter kaum anders gewesen sein konnte. 

Viele Informationen über Tripolis bietet die freie Enzyklopädie Wikipedia.

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Später liefen der Autor samt besserer Hälfte allein noch mal rund 3 Stunden durch die verschiedenen Suks und Gassen, viele Schmucklädchen, aber auch Unmengen Angebote mit Artikeln des täglichen Bedarfs.

Wir lieben diese arabischen Suks, einfach höchst interessant die Menschen zu beobachten, das preiswerte Angebot zu bestaunen, die Nase in die Düfte der Gewürze zu halten, die Farbenpracht zu genießen.

Manche Frauen trugen ein der schwarzen Burka ähnelndem Gewand, das Gesicht verhüllt, selbst die Augen waren verschleiert. Nur sehr selten waren modern gekleidete Frauen ohne Kopftücher zu sehen.  

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Obst und Gemüse, Koffer, Schuhe und „echte“ Markenuhren und was sonst nicht noch alles war im Angebot.

Übrigens, sehr angenehm, wir Touristen wurden nicht einmal angemacht, wie es in anderen arabischen Ländern oft sehr aufdringlich üblich ist.

Das lecker gefüllte Fladenbrot an einem Imbissstand füllte preiswert den Magen.

Fliegende Händler boten vom Büstenhalter, Kosmetik bis Müllbeutel quasi alles auf ihren Karren an.

Der s.g. Frauenmarkt offenbarte sich als nicht so sehr attraktiv.

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In den Nebenräumen einer Moschee in der Medina die Reinigungsriten beobachtet, den Eingang der eigentlichen Moschee diskret beobachtet.

Außerdem ständig nach einem Löwen als Souvenir für unsere heimische Löwensammlung Ausschau gehalten. Zwei haben wir auch gesehen, einer zu teuer, der andere Händler wollte merkwürdigerweise nicht mit sich handeln lassen.

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Der “türkische Souk” und Angebote zur Hochzeit bzw. zur Aussteuer.

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Die neue Stadt haben wir auch gestreift, moderne Geschäfte präsentieren ein internationales Angebot. Die Geschäftsleute in der Hauptstadt, die übrigens oft sehr jung waren, liebten offensichtlich Singvögel, überall hingen kleine Käfige auf den Bürgersteigen. 

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Zurück an den Reisemobilen beobachteten wir eine Gruppe französischer Reisemobile, 16 Fahrzeuge schlängelten sich auf den Parkplatz. Für alle Mitreisenden unserer Gruppe unvorstellbar mit so einer großen Gruppe in Kolonne zu fahren

Am Abend kehrten wir in ein türkisches Schnellrestaurant ein, sehr gut gegessen. Aber dennoch etwas enttäuscht, wir hätten uns als Tipp von Mouldi ein etwas ursprüngliches Restaurant erhofft. Die restlichen Reiseteilnehmer verköstigten sich solide in ihren Reisemobilen. Aber wann hat man noch mal Gelegenheit in der Hauptstadt Libyens in ein Restaurant einzukehren?

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Anschließend traffen wir uns alle für einen kleinen Rundgang in der Dunkelheit, die Läden in den Souks waren allerdings überwiegend bereits geschlossen.

Die Straße der Schneider war noch aktiv, wir schauten in die Nähstuben. An den Nähmaschinen übrigens fast nur Männer!

Ach ja, heute war ja der 11.11., allerdings haben wir uns um 11:11 Uhr keine Pappnasen aufgesetzt, die hatten wir vergessen mitzunehmen...

Das war ein Tag! Den Kopf voller bunter Bilder freuten wir uns auf den zweiten Tag in Tripolis, der morgens zunächst mit dem Museumsbesuch beginnt.

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