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Tripolis - 11.11. Die Nacht war wie die vorhergehende, bereits früh am Morgen setzte der heftige Verkehr wieder ein. Lkws rasselten vorbei, die Hupen wurden getestet. Zum Ausgleich krähte mal wieder ein Hahn auf dem Campingplatz in aller Frühe munter vor sich hin. Aber letztendlich alles kein Problem, wir freuten uns auf die Hauptstadt. Kurz vor 9 Uhr starteten die Motoren, die 122 Kilometer nach Tripolis war von heftigen Verkehr begleitet, viele Lkws auf der vierspurigen Schnellstraße. |
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Es herrschte reine Anarchie auf der Straße, jeder war sich selbst der Nächste. Rechts überholen war normal, dabei aber die dritte Spur aufmachen, das war schon höhere Kunst. Siehe da eine Ampel! Aber wofür, wenn man doch bei rot fährt, sich die Pkws zum Rechts abbiegen vorbei quetschen, den Außenspiegel anstoßen und sozusagen dem blöden Touristen eine „lange Nase“ zeigen, der brav grün abwartet. Dem Fremden rücksichtsvoll zu begegnen? Leider so gut wie nie, man zeigt doch überlegen seine Cleverness sich im Straßenverkehr zu bewegen! Wenn man das so beobachtet, wundert man sich, das nichts passiert ist. |
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Ein längerer Stau vor einer Baustelle offenbarte besondere Fahrkünste, es wurde rechts auf dem Seitenstreifen überholt, auf eine parallel laufende Piste ausgewichen, auf die Gegenspur gefahren. Dabei unterschätze ein schlauer Autofahrer den hohen Bordstein des Mittelstreifen und blieb prompt hängen. Die deutschen Reisemobilsten blieben gelassen und schlichen im Schritttempo bis zur Baustelle weiter. Beste Straßen befuhren wir bei der Einfahrt in die Hauptstadt. |
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Gegen 12 Uhr standen wir auf dem großen Parkplatz in der Nähe der Medina am s.g. „Grünen Platz“. Den ersten Rundgang begleitete unser besorgter Tourist-Polizist. Hinein in das quirlige Leben, durch den „Bab al-Khendig, vorbei am Uhrturm, durch den alten Suk bis zum Triumphbogen „Marce Aurel“ und vieles mehr. Blechernes Hämmern führte uns in die Gasse des „Kesselschmiedes“, hier werden Kannen, Kessel und Zierrat aus Messing aller Art gefertigt. Es entstand der Eindruck einer Handwerkergasse, wie sie im Mittelalter kaum anders gewesen sein konnte. Viele Informationen über Tripolis bietet die freie Enzyklopädie Wikipedia. |
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Außerdem ständig nach einem Löwen als Souvenir für unsere heimische Löwensammlung Ausschau gehalten. Zwei haben wir auch gesehen, einer zu teuer, der andere Händler wollte merkwürdigerweise nicht mit sich handeln lassen. |
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Zurück an den Reisemobilen beobachteten wir eine Gruppe französischer Reisemobile, 16 Fahrzeuge schlängelten sich auf den Parkplatz. Für alle Mitreisenden unserer Gruppe unvorstellbar mit so einer großen Gruppe in Kolonne zu fahren Am Abend kehrten wir in ein türkisches Schnellrestaurant ein, sehr gut gegessen. Aber dennoch etwas enttäuscht, wir hätten uns als Tipp von Mouldi ein etwas ursprüngliches Restaurant erhofft. Die restlichen Reiseteilnehmer verköstigten sich solide in ihren Reisemobilen. Aber wann hat man noch mal Gelegenheit in der Hauptstadt Libyens in ein Restaurant einzukehren? |
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