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Fahrt nach Tata

14. Tag - 11. März 2005

Heute Nachmittag sollten 313 Kilometer auf dem Tacho stehen.

Gestartet sind wir um 8:15 Uhr nach der morgendlichen Tagesbesprechung. Die ersten Kilometer haben wir ein wenig gelangweilt wahrgenommen, was konnten uns die Landschaft schon noch neues bieten?

Kilometer für Kilometer wurden wir aufmerksamer, die Augen wanderten hin und her. Eine neue mannigfaltige Landschaft bot sich zum betrachten an.

Plötzlich eine Umleitung, die Brücke über dem ausgetrockneten Flussbett war zerstört.

Die Umleitung wurde direkt durchs Flussbett geführt. Ein gute Gelegenheit Steine für das Vorgärtchen Zuhause zu suchen .. natürlich sind wir auch fündig geworden.

Anfangs befuhren wir noch die allseits beliebten einspurigen Straßen, die letzten rund 180 Kilometer waren gute zweispurige Straßen.

Wir durchfuhren wieder bizarre Berglandschaften und lang gezogene Ebenen der Wüste.

Kleinere Wüstenorte waren immer wieder zu durchqueren.

In dieser Gegend hat vor vielen Jahren Peugot seinen Kombi verkauft, immer noch als Taxi zu sehen.

Auch ein Salzfeld war am Wegrand in der Wüste zu entdecken.  

Unterwegs in Tissint könnte eine Passkontrolle erfolgen, hatte die Reiseleitung vorgewarnt.

Tatsächlich, wir wurden von zwei Polizisten angehalten. Unsere Pässe brauchten wir nicht vorzeigen, der Hinweis auf die Gruppe und „Chef kommt noch“ reichte aus. Aber unser Kennzeichen wurde notiert, wir überlegten noch, in welchen Archiven die Notizen wohl verschwinden, als uns die vielfältige Landschaft erneut fesselte.

Tata

Kamele begegneten uns ebenso wie Ziegen- und Schafsherden.

Berge in allen Schattierungen.

Bei einer Rast stand plötzlich ein älterer Schafhirte an unserer offenen Tür, er zeigte auf seine Augen zeigte und erzählte etwas. Das konnten wir nicht verstehen, aber 35 Dirhams, also knapp 35 Cent “spendeten” wir gerne. Damit haben wir eine unglaubliche Reaktion ausgelöst, Küsse aufs Haupt, Handküsse. Allerdings als er ins Reisemobil einsteigen wollte, um die bessere Hälfte besser küssen zu können, haben wir doch ein wenig abgewehrt. Er schaute immer wieder auf die Münzen in seiner Hand. Zu wenig ... oder doch für einen armen Menschen viel Geld?

 

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