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Tal der Ammeln, Fahrt nach Agadir

18. Tag 15. März 2005

Direkt neben unseren Stellplätzen bot sich am Morgen ein wunderschönes Bild.

Heute war ein besonderer Tag, um 8 Uhr keine Besprechung, sondern der Großteil der Gruppe fuhr mit ausgelutschten gut 30 Jahre alten Peugeottaxen mit 3 Sitzreihen (Kombi) zu den blauen Steinen von Tafroute. In ein Taxi passten 7 Fahrgäste, im Einzelfall 8 Fahrgäste, natürlich plus Fahrer, alles schön kuschelig. Eigentlich sind nur 7 Sitzplätze insgesamt vorhanden, aber die Marokkaner sitzen bis zu neunt in diesen Fahrzeugen … plus Dachgepäck. Da muten die großen Hinweisschilder an den Straßenrändern in Marokko, die Sicherheitsgurte anzulegen, schon spaßig an.

Wir hatten einen umsichtigen jungen Mann als Fahrer, der selbst die schwierigsten Furten gut meisterte. Pech war nur, in einer großen tiefen Pfütze brauste im Gegenverkehr ein uralter Ford Transit vorbei, der Fahrer des Taxis hatte das Fenster auf, der Autor saß auf der Hinfahrt direkt dahinter. Platsch, der Taxifahrer und der Autor wurden ordentlich geduscht, die anderen Fahrgäste amüsierten sich köstlich. Bei einem Fotostopp war der Fahrer noch so irritiert, das er fast auf ein anders Taxi auffuhr. Er atmete tief durch, als er 20 Zentimeter vorher rutschend im Sand zum stehen kam.

Unterwegs erledigte der Fahrer des vor uns fahrenden „Grand Taxi“ kurz eine Reparatur, denn die hinten am Fahrzeug außen liegende Ersatzradhalterung hat die Durchfahrt einer Furt nicht ausgehalten, da das überlastete Taxi aufgesetzt hatte.

Und wieder zog eine beeindruckende Felslandschaft an uns vorbei. Wie sind die riesigen Brocken eigentlich auf den Bergen zu liegen gekommen? Auf jeden Fall hat das den belgischen Künstler Jean Verarme inspiriert, er bemalte die Felsen, die ein gutes Stück außerhalb des Ortes liegen, mit 20 Tonnen blauer Naturfarbe. So entstand ein eindrucksvolles Open-Air-Spektakel.

Auch wenn die Farben schon verblasst sind, irgendwie doch ein faszinierender Anblick.

Unbekannte Künstler haben die Ebene mit Steinbildern angereichert.

Die Rückfahrt dauerte länger, man sollte sich schließlich die Landschaft ansehen. Auf der erhöhten dritten Sitzreihe mit leicht eingezogenem Kopf stand einem der Schweiß auf der Stirn, der Magen spielte auch nicht so richtig mit.

Puh, endlich wieder am Campingplatz, nix wie an die frische Luft ... alles gut gegangen.

Nachdem wir unsere 50 Dirhams (knapp 5 Euro) pro Person für die abenteuerliche Taxifahrt bezahlt haben, fand gegen 10 Uhr die Tagesbesprechung statt.

Noch liegen 120 Kilometer Bergfahrten auf sehr engen einspurigen zum Teil mit Schlaglöchern versehenden Straßen vor uns, wieder mit herrlichen Ausblicken. Aber auch die großen Reisemobile meisterten die Strecke problemlos.

Wir haben diesen wunderschönen Tag genossen und bummelten gemächlich durch die Bergwelt.

Auf einem Plateau haben wir ein längere Pause eingelegt und immer wieder die interessante Landschaft bewundert.

Kakteen wuchsen förmlich direkt aus den terrassenförmigen Felsen.

Unser Robel Mobil machte sich gut vor der Bergkulisse. 

Wir kurvten gemütlich die Berge runter, durchfuhren ein Tal mit einem Fluss, der ordentlich Wasser führte. Bald erreichten wir eine Ebene.

In den Orten gab man sich Mühe, die neu angepflanzten Palmen gut zu befestigen.

Die Lkws in Marokko bieten immer wieder ein “orientalisches” Bild. Kurze Zeit später erreichten wir Agadir.

Agadir

 

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