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Fahrt von Agadir nach Essaouira

19. Tag 16. März 2005

Herr Prössel ließ es sich auch auf dem vollen Campingplatz in Agadir nicht nehmen uns um kurz vor 8 Uhr „zusammen zu pfeifen“. Ein Teilnehmer erschien im marokkanischen Qutfit. Nach der Besprechung des Tagesablaufs verließen wir Agadir und fuhren entlang der Atlantikküste Richtung Essaouira.

Rund 3 Kilometer hinter Agadir liegt das Gaswerk, hier kosteten 11 kg Butangas knapp 80 Dirhams (knapp 8 Euro), die vielen Reisemobile in dieser Gegend haben den Preis nach oben getrieben. Beim ersten Mal haben wir nur 40 Dirhams gezahlt. Beobachtet haben wir, dass die marokkanischen Gasflaschen auf uralten Lkws transportiert wurden, zum Teil mit Reifen völlig ohne Profil. Der deutsche TÜV-Ingenieur würde einen Herzinfarkt bekommen.  

Wir fuhren auf den schönsten Abschnitt der Küstenstraße entlang dem Atlantik. Der erste Abschnitt der Strecke verläuft zunächst direkt an der Küste, lang gezogene Sandstrände laden zum Baden ein.

Dann sehen wir sie, die berühmt berüchtigte „Platte“ mit Hunderten von Reisemobilen, viele davon haben hier überwintert. Über Tausend Reisemobile sollen sich zu Spitzenzeiten hier aufhalten. Hier hat sich inzwischen eine gewisse Infrastruktur für die Reisemobilisten entwickelt, morgens wird Brot geliefert, frischer Fisch am Nachmittag. Ein Tankwagen bringt Frischwasser, selbst die Wäsche wird gewaschen ans Reisemobil geliefert.

Wo die Toiletten entsorgt werden, haben wir allerdings nicht gesehen ...

Ab nach Tamri, wo Bananen gedeihen und wir uns auch eingedeckt haben. Hier wendet sich die Straße vom Meer ab

Einen schönen Rastplatz haben wir auch gefunden.

Da sind sie, die Ziegen, die kunstvoll in die Arganienbäume klettern und die eigenartigen Früchte fressen. Böse Zunge behaupten, erst nach der Verdauung der Früchte werden die unverdaubaren Kerne zu Öl verarbeitet ... Die Bäume werden auch Eisenbäume genannt und sind sonst nirgendwo auf der Welt anzutreffen. Die Hirtenjungen sind clever, sie zeigen den vorbeifahrenden Touristen die Ziegen auf den Bäumen und halten dafür die Hand auf.

In Tamanar wird das für diese Gegend bekannte Arganienöl hergestellt, wir haben die Kooperative AMAL von mehreren Familien besichtigt, die hinter dem Cafe ARGANE liegt. Ausschließlich Frauen, die dort die Kerne von den Schalen befreiten und anschließend mahlten. Arbeitsplätze wie im Mittelalter, aber immerhin trug eine Frau an der lauten elektrischen Mühle einen Gehörschutz. Das Öl eignet sich zum Verzehr und wird auch als Kosmetik verkauft. 

In mühsamer Handarbeit wurde mit einem Stein Kern für Kern von der Schale befreit.

Wir bummelten anschließend durch die teilweise sehr diesige Küstenlandschaft weiter nach Essaouira.

Essaouira

 

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