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Eine geführte Tour durch Marokko? Vor- und Nachteile. Wir waren anfangs sehr skeptisch, haben uns aber von der Beschreibung der Trans Marokko Spezialtour von Anke und Detlef Prössel fesseln lassen. Um es vorweg zu sagen, einige unserer Ahnungen (die unterschiedlichen Charaktere der Teilnehmer, das frühe Aufstehen, viele Stunden fahren) sind natürlich eingetroffen, bereut haben wir aber die interessante Tour nicht im Geringsten. Was wir in den 23 Tagen in Marokko erlebt haben, wäre individuell schwierig zu organisieren oder manchmal gar nicht möglich gewesen. So wie auf dieser Tour hätten wir Land und Leute nicht kennen gelernt. Wir haben diese geführte Tour, das Land Marokko, die orientalischen Eindrücke und die unglaublich abwechslungsreiche Landschaft genossen. Man muss sich vor allen Dingen vom mitteleuropäischen Anspruchsdenken lösen und einige Dinge so nehmen wie sie sind. Wie zum Beispiel die Mentalität der Marokkaner, hier ticken die Uhren eben anders. Waren die Waschräume, Duschen oder Toiletten auf dem Campingplatz nicht akzeptabel (meistens), dann nutzt man eben die sanitären Einrichtungen im Reisemobil. Montezumas Rache hat leider einige Teilnehmer erreicht, wir hatten damit Glück. Wie ist das so mit 23 Reisemobilen von rund 4 bis über 8 Meter Länge und 3 Gespannen? Gott sei Dank wurde mit wenigen Ausnahmen nur in der Wüste bei teilweise nicht sichtbarer Piste Kolonne gefahren, da ein ortskundiger Führer im ersten Reisemobil bei der Reiseleitung saß. Aber wenn so eine Gruppe mit 26 Fahrzeugen in einen kleinen Ort einfällt, dann fühlt sich der etwas sensible Tourist vielleicht doch nicht so richtig wohl. Was mögen die überwiegend bitterarmen Einheimischen von uns denken? In deren Augen sind wir wahrscheinlich Millionäre. Dann kann man über die so gut wie gar nicht vorhandene Aggressivität der Menschen nur staunen. Was nicht überraschend war, die Gruppe spiegelte die ganze Bandbreite von Charakteren wieder, von sehr toleranten Teilnehmern, bis zu den Menschen, die sich zum Beispiel herrlich darüber aufregen konnten, wenn ein anderes Reisemobil aus der Gruppe sie auf freier Strecke überholte. Das sich Grüppchen bilden, ist völlig normal. Wir waren froh, mit einigen sehr netten Leuten Kontakt gehabt zu haben. Mit ein wenig Toleranz haben wir das eine oder andere an “Verschiedenartigkeiten” in der Gruppe locker hinnehmen können. Wir würden jederzeit mit Prössels wieder eine Tour machen, die minmalen Schwachstellen waren nicht der Rede Wert. Jeder Teilnehmer so einer Tour hat andere Ansprüche und bewertet wahrscheinlich die Details aus seiner Sicht abweichend. |
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