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Fort der französischen Fremdenlegion, durch die Wüste bis Midelt

5. Tag – 2. März 2005

Nach der Tagesbesprechung durch die Reiseleitung um 8 Uhr startete die Truppe in die Wüstenlandschaft auf der Strecke bis Midelt. Am kleinen Dorf Mahirgia konnten wir ein Fort der französischen Fremdenlegion aus dem Jahre 1915 besichtigen.

Von hier aus haben die Franzosen 12 Jahre versucht die umliegenden Berberstämme zu unterwerfen.

Ein ausgetrockneter Flusslauf zeigte uns, warum die Wüste Wüste heißt.

Die ersten Eindrücke einer Wüstenlandschaft mit Ihrer Weite und Klarheit haben bereits tief beeindruckt. Ein Wolken-Sonne-Spiel, extra für uns gemacht, verzauberte die Landschaft.

Hinter dem Fort lag der noch genutzte Friedhof des Dorfes.

Solche Steinhaufen sahen wir ständig am Straßenrand. Wegweiser?

Gut 250 Kilometer haben wir eine abwechslungsreiche Wüstenlandschaft erlebt, Berge, Steppe, Steine, rote Erde, eindrucksvolle Felsformationen und ausgewaschene Flussläufe. Immer weiter bewegten wir uns auf den hohen Atlas zu, deren schneebedeckte Gipfel ständig im Blickfeld waren.

Die Straßen war bis auf wenige Kilometer entweder nur mit einer Spur zu befahren oder mit anderthalb Spuren. Frau Prössel meinte, das wäre die Straße der Höflichkeit. Gemeint war der jenige, der bei Gegenverkehr auf den Seitenstreifen aus Geröll fuhr. Also immer wieder Tempo runter und auf dem Seitenstreifen den Gegenverkehr abwarten. Manchmal fuhren auch die Marokkaner auf den Seitenstreifen. Vorsicht ist geboten, wenn eilige Einheimische überholen, ohne Warnzeichen zog ein alter Mercedes mit bestimmt 100 km/h auf den Seitenstreifen an uns vorbei. Die Steine prasselten nur so auf unser Reisemobil. Aber das haben wir nur einmal erlebt.

Überall waren noch die alten Pisten der Legionäre mit ihren Brücken zu erkennen.

Und immer wieder mal runter mit der Geschwindigkeit, ein kleines schmales Brückchen war zu überqueren. Es herrschte nur wenig Verkehr, nur der eine oder andere Esel war zu sehen.

Dörfer mit Lehmhäusern haben ein Bild der Armut abgegeben. Überall wurden wir von bettelnden Kindern winkend „begrüßt“, wenn man nicht anhielt, dann war schon mal eine gewisse Aggressivität zu spüren.

Kugelschreiber und Bonbons wechselten die Besitzer. Ein Teilnehmer konnte von einem Steinwurf berichten. Oder war es doch nur ein Steinschlag?

Unterwegs wurden wir zweimal von der Polizei angehalten, einmal sollten wir unseren Pass zeigen, der wurde notiert und wir konnten weiter fahren. Das zweite Mal wurden wir nett mit Handschlag begrüßt und zur Reisegruppe ausgefragt. Wie viel Personen, wie viele Fahrzeuge? Das gesamte Schild des Reisediensts Sylt wurde sorgfältig abgeschrieben. S p e z i a l t o u r usw. Dann wurden wir freundlich weiter gewunken. Warum das Ganze? Das hat sich uns nicht erschlossen.

Weiter zum Rundgang durch die Altstadt von Midelt

 

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