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Bangkok - erster Tag

Die Hauptstadt Thailands (Wikipedia) hat 6,64 Millionen Einwohner (2005). In der leben aber insgesamt über 11 Millionen Menschen, davon 9,79 Millionen beim Einwohnermeldeamt mit Hauptwohnsitz registrierte Personen. Die Stadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Thailands mit Universitäten, Hochschulen, Palästen und über 400 Wats (buddhistische Tempelanlagen und Klöster) sowie wichtigster Verkehrsknotenpunkt des Landes.

Der Wahlspruch von Bangkok soll angeblich so lauten:

  • Hilf den Unterprivilegierten
  • Beende die Luftverschmutzung
  • Löse die großen Verkehrsprobleme
  • Jeder in der Stadt ist freundlich

Nur keine Müdigkeit vorschützen, im „Century Park“ Hotel organisierte unsere befreundete Mitreisende eine „Khlongfahrt“ (Flußfahrt) für 1.100 Baht, etwa 22 Euro pro Person. Als Khlong (auch Klong) werden die Kanäle bezeichnet, die in der Zentralebene Thailands als Transportwege dienen. Insbesondere in der Hauptstadt Bangkok dienten sie jahrhundertelang als Weg zur Arbeit, als schwimmender Marktplatz und - als Fäkaliengrube. Die schwimmenden Märkte gibt es heute nur noch weit außerhalb Bangkoks als Touristenmarkt.

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Wappen von Bangkok

Zu früherer Zeit war die ganze Stadt von einem dichten Netz von Kanälen durchzogen. Straßen gab es kaum. Damals wurde Bangkok auch manchmal als das „Venedig des Ostens“ bezeichnet. Die meisten Khlongs wurden ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nacheinander zugeschüttet um Raum für den stetig zunehmenden Straßenverkehr und die wachsende Stadt zu schaffen.

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Khlongfahrt

Acht Reiseteilnehmer nahmen am Nachmittag an der „Khlongfahrt“ teil, mit dabei war ein thailändischer Reiseleiter. Zuerst führte uns der Transfer mit dem Bus durch den Betondschungel des Moloch von Bangkok mit vielen Staus an den Chao-Phraya Wikipedia) Fluss.

Unser Boot stellte sich als ein traditionelles schlankes Holzboot mit einem großen Automotor als Außenborder heraus.

Etwas misstrauisch setzten wir uns Paarweise in das schlanke Boot. Ab ging die lärmende Tour durch heftige Wellen, zunächst durch eine der Schleusen der Khlongs.

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Die frische Luft vertrieb die Müdigkeit nach dem langen Flug.

Die ersten Eindrücke waren umwerfend, Tempel waren zu sehen, Hochhäuser und an den Ufern Pfahlbauten wie vor 100 Jahren, hier hauste nicht die Oberschicht Bangkoks.

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Außenbootmotoren aus ausgedienten Automotoren

Das gesamte Leben dieser Thais spielt sich draussen auf der Terrasse ab.

Der “Kleiderschrank” befindet sich auch im Freien. 

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Wat Arun

Auf der Rückfahrt hielten wir am Wat Arun (Wikipedia - Tempel der Morgenröte, auch Wat Dschaeng) an, das ist ein buddhistischer Tempel im Ortsteil Bangkok Yai am westlichen Ufer des Chao Phraya-Flusses.

Der vollständige Name des Tempels lautet Wat Arun Ratchawararam Ratchaworamahaviharn. Das kann man sich doch leicht merken und noch besser aussprechen, oder?

Der Tempel wurde während der Ayutthaya-Periode errichtet und hieß ursprünglich Wat Makok (Oliven-Tempel). Als nach dem Fall Ayutthayas Thonburi die Hauptstadt des neuen siamesischen Reiches wurde, baute General Taksin im Jahre 1768 seinen Palast auf dem Gebiet des alten Fort Wichayen, welches bereits seit Anfang des 16. Jahrhunderts den Eingang per Schiff zum siamesischen Reich bewacht.

In das Palastgelände eingeschlossen wurden zwei Tempel, Wat Makok und Wat Tai Talad (heute Wat Moli Lokayaram). Leider war der Tempel schon geschlossen, der aber auch in der Abenddämmerung von außen herrlich anzusehen war.

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Die Bootsfahrt endete in der Nähe des „Theves Markt“, den wir besichtigten. Hier werden täglich eine Unmenge von Blumen angeboten, denn die Thais legen sehr viel Wert auf Blumenschmuck. Das bunte Bild der vielen Blumen und Orchideen in der künstlichen Beleuchtung beeindruckte sehr. Aber irgendwann knurrten die Mägen, wir kehrten in das „First Class Century Park“ Hotel zurück. Wir wurden mit einem hervorragenden Buffet auf thailändische Art verwöhnt. Etwas irritiert nahmen wir wahr, dass derzeit eine „bayrische Woche“ parallel angeboten wurde, mit den entsprechenden Speisen, sogar Sauerkraut und Bier aus Bayern. Die Truppe löste sich schnell auf, die Müdigkeit nach dem Flug kam mit Macht.

Bangkok - zweiter Tag

29. November 2007 - Königspalast im Zentrum der historischen Altstadt

Am nächsten Tag besuchten wir bei bestem Wetter den Wat Phra Kaeo, wörtlich Tempel des Smaragd-Buddha, offizieller Name, Wat Phra Sri Rattana Satsadaram, das ist der Tempel des Königs im in Bangkok.

Die Fahrt mit dem Bus durch die lebendige Stadt Bangkok war für sich schon sehenswert.

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Als erstes haben wir gelernt, vor dem Betreten eines Gebäudes, insbesondere eines Tempels, immer die Schuhe auszuziehen. Vor allen Dingen nie auf die Schwelle zu treten, das könnte den bösen Geistern Eintritt verschaffen.

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Wir besichtigten den Wat Pho (Touristen kennen ihn unter dem Namen “Tempel des liegenden Buddhas”) ein buddhistischer Tempel. Die Hauptattraktion ist heute die berühmte 46 m lange und 15 m hohe vergoldete liegende Buddha-Statue, in den Fußsohlen sind die 108 Zeichen des Buddhas in Perlmutt eingelegt.

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Weitere Bilder Wat Pho

Der ganze Tempelkomplex beeindruckt mit herrlichen Chedis und einer ganz besonderen Atmosphäre. Ein Chedi (Religuienturm) ist Teil einer buddhistischen Tempelanlage in Thailand. Wie auf Bestellung zogen betende Mönche an den Massen von Touristen vorbei, ein beeindruckendes Bild in ihren orangefarbenden Gewändern.

Traditionell tritt fast jeder männliche Thai, aber nur wenige Frauen, einmal im Leben für mehrere Wochen in ein Kloster ein, um sich in der Meditation zu üben und den Regeln der Mönchsgemeinschaft zu unterziehen. Das warme Wetter verlangte den Mönchen aber auch den Besuchern eine stabile Konstitution ab. Tief beeindruckt verließen wir die herrliche Tempelanlage. Weitere Bilder Tempelanlage

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Nach einer kurzen Bootsfaht im Linienverkehr und einem nicht so sonderlich schmackhaften chinesischen Essen vom Buffet in einem Touristenlokal bummelten wir am Nachmittag durch „China Town“, ein riesiger Markt in den Straßen. Hier gab es fast alles zu sehr günstigen Preisen zu kaufen.

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Die Reiseleiterin hastete allerdings mit uns durch die zum Teil engen Gassen, zum Ansehen bliebt nur wenig Zeit.

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Weitere Bilder China Town

Selbst eine Kosmetikbehandlung in der Form von Haarentfernung im Gesicht war am Straßenrand im Angebot. Flugs den Bart festgehalten und vorbei ... 

Garküchen: An den zahlreichen Garküchen (Wikipedia) und Straßenständen, die sich in Bangkok (und im ganzen Land) praktisch „an jeder Straßenecke“ befinden, kann man sich im Vergleich zu unseren hiesigen Restaurants unglaublich preiswert satt essen.

Das Essen aus diesen Freiluft-Küchen, ist aus dem täglichen Leben vieler Thais in den großen Städten nicht mehr wegzudenken. Hausfrauen kochen immer seltener selbst, sie werden schon scherzhaft „Plastic Bag Housewives“ genannt, da sie das Garküchen-Essen in Plastiktüten nach Hause tragen.

Besucht haben wir auch den „goldenen Buddha“, der nicht nur goldig aussieht, denn er ist massiv aus Gold.

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Die Statue wurde im 15. Jahrhundert gefertigt. 1767, als die Birmanen Ayutthaya belagerten, schuf man einen Gipsmantel um den goldenen Buddha, um dessen Wert zu verschleiern.

Damit entging er der Plünderung durch die Birmanen. Während der Regierungszeit von Rama III. kam er in den Wat Phrayakrai im Bezirk Yannawa, ehe er 1931 nach dessen Auflösung in den Wat Traimit überführt wurde, ohne dass man jedoch um den materiellen Wert der Statue wusste.

1955 wurden umfangreiche Bauarbeiten auf dem Tempelgelände durchgeführt, die dazu führten, dass der Gipsmantel aufsprang und pures Gold zum Vorschein brachte. Derzeit wird für ihn einer neuer Tempel gebaut.

Am Abend machten wir uns individuell zu viert auf, erst mit dem „Skytrain“, dann mit der U-Bahn zu einem Einkaufstempel, hier liegen das MBK, das Siam Discovery Center, Zen und das gerade eröffnete nebeneinander, in dem es neben allen erdenklichen Luxusmarken ein riesiges begehbares Aquarium gibt.

Aber wir haben nur kurz hereingeschaut, die Preise sind wie bei uns, das Angebot allerdings überwältigend. Weiter ging es zur Station Lumphini-Park.

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Bei einem Bangkok-Aufenthalt darf natürlich eine Stippvisite auf einem der vielen Nachtmärkte nicht fehlen. Uns wurde der riesige überdachte „Lumphini-Nightmarkt“ empfohlen, die ersten Souvenirs wurden erstanden. Das Angebot war vielfältig, Textil. Leder, Schmuck und vieles mehr.

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Die thailändische Küche nicht wenigstens zu probieren, wäre eine Schande. Und das Singha-Bier schmeckt auch. Ein ansprechendes Lokal mit leckerer günstiger Thaikost war dann auch schnell gefunden. So wurde der Abend entspannt beendet.

Das Taxi zurück zum Hotel kostete schlichte 100 Baht, das sind etwa 2 Euro für gut 20 Minuten schnelle Fahrt. Obwohl das Einschalten des Taximeters verpflichtend ist, ließen wir uns zu einem Festpreis ohne Taximeter überreden. Ob die Uhr weniger ausgewiesen hätte?

Zufrieden aber erschöpft sanken wir wenig später in unsere Betten.

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