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5. Dezember 2007

Der König wird 80 Jahre alt, ein besonderes Erlebnis am Abend in Bangkok

Thailand ist seit einem unblutigen Umsturz 1932 eine konstitutionelle Monarchie. Staatsoberhaupt ist der König, der gleichzeitig höchster buddhistischer Würdenträger ist. Er wird beraten und vertreten durch den Kronrat. Der König hat keinen direkten Einfluss auf die Tagespolitik, sondern nimmt im Wesentlichen repräsentative Aufgaben wahr. Alle sehr grundlegenden politischen Entscheidungen werden jedoch vom König vorher abgesegnet. So wurde der Putsch im Jahre 2006 erst nach dem Plazet des Königs (unblutig) durchgeführt. Die Monarchie in Thailand wird als wichtigster Stabilitätsfaktor angesehen.

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Heute war der 5. Dezember 2007, der Geburtstag von König Bhumibol Adulyadej (Rama IX., 1927), seit 1946 (!) König von Thailand. Das ist ein Nationalfeiertag und als Vatertag offizieller Feiertag im gesamten Land. Überall im Land konnten wir in den letzten Tagen bereits die Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten beobachten, überall die Bilder des Königs und seiner Familie.

Auch die Zeitungen waren voll von Bildnissen des Königs und seiner Familie. Ein liebenswerter Personenkult in Reinkultur.

Aber Vorsicht, das thailändische Königshaus gilt als untastbar! Negative Äußerungen sollte man tunlichst unterlassen, denn diese werden bestraft.

Das Bild oben stammt aus einer Tageszeitung.

Links die beiden Bilder sind aus Wikipedia entnommen.

Am frühen Abend haben wir im Hotel nur kurz die Koffer abgestellt. Ein Taxi sollte uns zu den Festlichkeiten rund um den Königspalast bringen. Da einige Straßen gesperrt waren, musste das Taxi Umwege fahren, manchmal mit 90 bis 100 km/n rauschte das Taxi durch Bangkok, dann der lange Stau. Vollbremsung ... nichts passiert!

Wir konnten aus dem Taxi Tausende von Menschen beobachten, die in ihren gelben T-Shirts den Geburtstag des Königs feierten. Aber es sollte noch besser kommen.

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Endlich hielt das Taxi in der Nähe des Königspalasts, für 26 Kilometer haben wir über eine gute Stunde Fahrzeit gebraucht. Wir haben gerade noch das Ende des Feuerwerks mitbekommen. 

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Wir schlenderten durch die Menschenmassen, sicherlich feierten ohne Übertreibung Millionen von Bangkokern auf den Straßen des Königs Geburtstag.

Die Bäume waren beleuchtet, die Straßen waren geschmückt, die Häuser teilwEin gelbes Meer von Menschen. Staunend betrachteten wir die vielen Menschen in ihren gelben T-Shirts. Ein unglaublicher Anblick!eise zusätzlich illuminiert, ein prächtiger Anblick.

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Während der Rundreise haben wir immer von der Einladung des Königs am 5. Dezember in Bangkok gescherzt, dass sich das in gewisser Weise sogar bewahrheitet, haben wir allerdings nicht geahnt. Da unsere Mägen sich meldeten, suchten wir einen Stand auf, wo Massen von Thais Essen kauften, so dachten wir zumindest. In Wahrheit war das eine Speisung am Rande des Sanam Luang Park zu Gunsten der Bevölkerung, der König hat sozusagen einen ausgegeben.

Uns Touristen verzieh man großzügig, dass wir uns am falschen Ende der Schlange anstellten, Ruck zuck hatten wir eine Plastikschale mit Reis und Hühnchenragout in der Hand. Kein kulinarischer Hochgenuss, aber der Magen war beruhigt.

Vielen Dank für die Einladung König Bhumibol Adulyadej, Long Live The King!

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Eine Fahne hat uns etwas irritiert ...

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Fliegende Händler boten überall ihre Waren an, Garküchen sorgten für den kleinen Hunger.

Übrigens, Danke für sie heißt khop khun kah, Danke für ihn khop khun khrap. Das wird mit einem freundlich zusammenlegen der Handflächen und einer leichten Verbeugung begleitet. Eine liebenswerte Geste.

Anschließend kauften wir Männer uns wenigstens eine gelbe Kappe für 99 Bhat um auch unsere Ehre dem König zu erweisen. Die Feierlichkeiten waren zwar Rummel, aber da offiziell kein Alkohol im Spiel war, auch sehr friedlich.

Nach einigen Stunden schlendern durch die Menge suchten wir einige Zeit ein Taxi, was uns irgendwann auch gelang. Allerdings war der ausgehandelte Festpreis von 350 Baht (ca. 7 Euro) etwas erhöht, das Taximeter blieb aus, aber kein Problem, wir vier wollten ja schließlich unser Hotel wieder erreichen. Dort schlürften wir unter dem Eindruck des gesehenen noch ein Shinga-Bier und sanken gegen 23:30 Uhr in die Betten.

Eigentlich gefiel uns der erneute Zwischenaufenthalt in Bangkok von der Planung her nicht, aber der Anschlussflieger nach Phucket am gleichen Tag wäre bereits bei einer kleinen Verspätung nicht mehr erreicht worden. Diese Fügung hat uns ein unwiederholbares Erlebnis beschert.

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