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Gafsa

Am nächsten Morgen gab es noch ein tunesisches Frühstück, Fladenbrot, Feigenmarmelade, Olivenöl, Tee und Kaffee. Herzlich wurden wir von der Familie verabschiedet, eine Schwester und die Mutter von Mouldi fuhren in den Reisemobilen noch ein Stück mit uns mit.

Wir durchquerten eine immer karger werdende Landschaft auf überwiegend sehr guten Straßen nach Gafsa, um auf dem dortigen Campingplatz zu übernachten.  

Unterwegs hat Mouldi Kaktusfeigen gekauft, die sollten wir unbedingt probieren.

Man könnte diese auch selber pflücken, aber die Stacheln sind sehr hartnäckig und die Bauern wollen auch ein paar Dinar verdienen

Verkaufsstände waren überall an den Straßen zu finden.

Während der Mittagspause hat Mouldi die Katusfeigen geschält. Sie schmecken zwar sehr lecker, aber Mengen möchte man davon nicht essen.

Obwohl Mouldi die Technik des schälen beherrschte, hatte er einige der feinen Stacheln in seinen Händen. 

Der Zufahrt zum Platz in Gafsa ist ein wenig eng. Die Weg zum Stellplatz auf dem Campingplatzgelände ist von niedrigen Palmen bewachsen, also ganz langsam durch die Palmenblätter fahren, damit keine Kratzer entstehen.

Am späten Nachmittag fuhren wir mit einem Minitaxi für umgerechnet 1,50 Euro in die Stadt. (Fiat Uno 413.000 Kilometer!) Wir schlenderten durch die Basarstraßen, nahmen die Gerüche war, das vielfältige Angebot und die vielen Menschen. Aber auch leider sehr viel Müll auf den Straßen. Dennoch ein erstes orientalisches anmutendes Erlebnis in einer Stadt mit kaum Touristen.

Ein buntes Bild bot sich unseren europäischen Augen, aber auch wenig Ordnung, viele Menschen und ein vielfältiges Warenangebot.

Diese Zweiradwerkstatt brachte selbst das älteste Moped zum fahren!

Viel Müll, nicht nur an dieser Stelle!

Bei den alten Autos wusste man sich zu helfen, egal ob Motorhaubenverschluss aus Draht oder der “unverlierbare” Tankverschluss.

Menschen, Menschen, traditionell gekleidet und moderne. Die Wasserpfeife gehörte zum Straßenbild.

Diese Damen liessen sich ohne Proteste fotografieren.

Auf den Campingplatz gab es ein pizzaähnliches Gericht, zwei dünne Teigfladen mit mittelscharfer Soße und Zwiebeln, sehr sättigend.

Mouldis Freunde schmauchten eine Wasserpfeife. Nach einem Plausch verkrochen wir uns in die Reisemobile.

Kleine Zwischenbilanz

Eine kleine Bilanz der ersten Tage. Zum Teil sehr gute Straßen, die Nebenstrecken oft etwas holprig mit 1 oder 1 ½ Spuren, bei Gegenverkehr also aufpassen. Die kleineren Orte wirkten oft ärmlich und nicht sonderlich gepflegt. In den größeren Orten herrschte viel Verkehr, aufmerksames fahren ist angebracht. Manchmal musste man sich auch an parkenden Autos und Gegenverkehr vorbeiquetschen, aber mit Ruhe und etwas Geduld bisher kein Problem.

Die Temperaturen waren überwiegend mit um die 30 Grad erträglich. Da es sich nachts oft auf um 20 Grad abkühlte, konnte man gut schlafen. Aber oft begleiteten bellende Hunde in der Umgebung die Nacht.

Oft winkten freundliche Araber der kleinen Kolonne zu, bettelnde Kinder waren die Ausnahme. An den Straßen viele fliegende Händler, von Obst und Gemüse über Honig, Feigen, Melonen oder Pinienkerne, alles war zu haben. Tonwaren und Holzschnitzarbeiten worden ebenfalls präsentiert. Der fruchtbare Norden scheint uns landschaftlich zwar ansehnlich, aber für unsere „afrikanischen Erwartungen“ nicht sonderlich attraktiv, von den Küstenabschnitten mit schönen Stränden vielleicht abgesehen.  

Weiter nach Metlaoui und den Seldja-Schluchten

 

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