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Tunesien, eine Tour mit Mouldi Oueslati, Reisebericht von Bernd Loewe Hattingen an der Ruhr verließen wir am 31. August 2006 gegen Mittag, am Abend standen wir auf dem Stellplatz im Stadtzentrum von Müllheim, unweit von der Schweizer Grenze. Dort trafen wir unsere Reisemobilfreunde Helga und Kalle, die uns auf der Tour begleiten. Am nächsten Morgen starteten wir frühzeitig und durchfuhren zügig die Schweiz. Bereits gegen Mittag erreichten wir Italien. Am frühen Nachmittag, kurz vor Genua verließen wir die Autobahn und fuhren rund 29 Kilometer zu dem Stellplatz nach Torriglia, etwa 35 Kilometer von Genua entfernt. Unterwegs wurden noch die Vorräte für Tunesien ergänzt. Unsere Reisemobile kurvten sich bei bestem Wetter gemächlich durch eine aufsteigende schön anzusehende Landschaft auf nicht all zu breiten Landsträßchen. Stellplatz in Torriglia Der Stellplatz in Torriglia liegt mitten im Ort, ist aber wenig einladend. Eine Ver- und Entsorgungsstadion ist allerdings vorhanden, sogar kostenlos. In unmittelbarer Nähe liegt aber der örtliche stinkende Müllumschlagplatz, hier wird der Müll von kleine in große Müllwagen verladen. Das konnten wir gegen 21 Uhr und am nächsten Morgen kurz nach 6 Uhr mit der entsprechenden Geräuschkulisse beobachten. |
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Hafen Genua Wir sollten uns bereits um 11 Uhr im Hafenparkplatz für die Tunesienfähre in Genua einfinden, daher rollten wir um 9 Uhr gemächlich die knapp 40 Kilometer Richtung Hafen Genua. Der Hafen selbst ist ordentlich ausgeschildert, nachdem wir noch 80 Cent (!) Autobahngebühr bezahlt haben, wurden wir über die Ausfahrt Genova Qvest direkt in den Hafen geleitet. Ein wenig das richtige Terminal gesucht, um 10:30 Uhr wurden wir in die Wartespur unserer Fähre nach Tunesien eingewiesen. Irgendwann haben wir noch einen Zettel ausgefüllt, dieser wurde dann mit einem Stempel versehen, warum auch immer. |
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Erst gegen 15 Uhr traf die Fähre aus Tunis ein, eigentlich war das unsere Abfahrtzeit. |
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Das ankommende Schiff war bis auf den letzen Platz ausgebucht. Da in Frankreich die Ferien endeten, fuhren viele in Frankreich lebende Tunesier zurück. |
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Über 3 Stunden dauerte aus ausschiffen der Fahrzeuge, der italienische Zoll und die Polizei kontrollierte genau. Maximal zweispurig konnten die Fahrzeuge durch die Sperren fahren, was den Unmut der Tunesier in Form eines vielfachen Hupkonzertes auslöste. |
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Kühlschrank, Fahrräder, Möbel und einiges mehr, die im Ausland lebenden Tunesier packen ohne Skrupel den Kofferraum, den Innenraum und Dachgepäckträger randvoll. 100 kg? 150 kg? Oder mehr auf dem Dach? Offensichtlich Problem. |
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Gegen 18:30 Uhr begann für uns das Einschiffen. Camping an Bord ist hier unbekannt, wir hatten eine 2-Bettaußenkabine gebucht. Ungewohnt war für uns, für die rund 24 Stunden eine Tasche und einen Rucksack zu packen. Kurz vor 20 Uhr verließ das Schiff letztendlich mit fünfstündiger Verspätung den Hafen von Genua. Entschädigt wurden wir mit einer ruhigen Überfahrt. Die Kabine der besseren Kategorie auf dem Deck 10 war mit einem Doppelbett versehen und verfügte über ein kleines Duschbad mit Toilette. Als Bettzeug wurden ein gemeinsames Laken und eine Wolldecke geboten. |
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In der Nacht hat der Autor den Kampf um die Decke mit der Angetrauten aufgegeben und sich nur mit dem Laken zugedeckt. |
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Das Selbstbedienungsrestaurant bot eine bescheidene Auswahl von lauwarmer Kost. Die Preise waren hingegen moderat, 5 bis 6 Euro kostete ein Gericht. Das Schiff Namens Venizelos war ein gechartertes Schiff der griechischen Reederei Anek Lines. Die jahrelange Charterzeit endete in den nächsten Wochen, ein eigenes Schiff sollte demnächst in Betrieb genommen werden. Entsprechend „lustlos“ sah das Schiff aus, der Service war auch nicht so überragend. |
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