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Chott el-Djerid und ein Sandsturm

Am nächsten Morgen wollten wir noch wir den riesigen Wochenmarkt in Tozeur besuchen. Nachdem wir das reichhaltige Angebot bewundert hatten, den Lärm und die Gerüche verinnerlicht hatten, wurde Obst und Gemüse für unsere weitere Reise eingekauft.

Extra für uns wurde ein riesiger Kürbis aufgeschnitten und stolz präsentiert.

 

 

Ein Schreiner stellte seine Produkte aus.

Hier wurden Enten und anderes Geflügel verkauft. Das Kaninchen hielt den kritischen Blicken des Kaufinteressenten nicht stand.

Die Abfahrt vom Campingplatz verzögerte sich, beide Fahrzeuge wollten nicht ohne Hilfe aus dem Sand fahren.

Es wurde geschaufelt, geschoben und Mouldis Sandbleche eingesetzt. Dann konnten wir den durchfurchten Platz verlassen.

Nach einem Tankstopp durchfuhren wir die Wüstenlandschaft und durchquerten mit 7.000 km² den größten Salzsee der Sahara, den Chott el-Djerid auf einem Damm. Der See ist ein Relikt aus der Zeit vor ca. 1,5 Millionen Jahren, als dieser Teil Tunesiens von einem Meer bedeckt war. Durch die extrem hohe Verdunstung verfestigen sich die Salze zu einer festen Schicht. Das Restwasser schillerte in rot, grün oder blau. Ein faszinierender Anblick. Selbst Karl May hatte dieser See in seinen Romanen als Kulisse seiner Geschichten angetan.

Unsere Mittagspause mitten im trockenen See unweit eines Autobuswracks hat ihren Reiz.

Nur anspringen wollte das verfluchte Ding nicht ...

So weit das Auge reicht ...

Unweit einer kleinen Salzfabrik wurde das Salz regelrecht gezüchtet.

Da die vergangene Nacht kurz war, wurde eine weitere Pause mit Tee und Kaffee in einer „Raststätte“ eingelegt. Das brachte eine kleine Sondervorstellung des Besitzers mit sich, lebende Skorpione und anderes Wüstengetier wurde vorgeführt. Er verkaufte diese Tierchen getrocknet unter Glas.

Und weiter ging die Fahrt. Ein Einkaufsstopp in Kebili versorgte uns mit Brot und Wasser für die nächsten Wüstentage.

Mouldi führte uns zu einer Quelle mitten in der Wüste, unser nächster Übernachtungsplatz.

In der Ferne waren dunkle Wolken und mehrere Windhosen zu beobachten.

Wir hatten uns noch nicht richtig eingerichtet, als über 2 Stunden ein Sandsturm begleitet von einem trockenen Gewitter über uns wegbrauste.

Obwohl alle Fenster fest verschlossen waren, durch die eine oder andere Ritze drang doch etwas Sand in das Reisemobil ein.

Das Reisemobil konnten wir nicht verlassen, dennoch das Naturschauspiel hat uns trotz der Wärme sehr beeindruckt. 

Plötzlich im Rückspiegel Dromedare. Eine Herde der tunesischen Armee wurde während des Sturms an uns vorbei getrieben.

Nach Ende des Sturms fiel das Thermometer um 12 Grad auf nur noch 24 Grad, ein kühler Wind sorgte für angenehmes Klima. Im Rückspiegel konnte man nichts mehr sehen, der Sand klebte auf dem Spiegelglas.

Mouldis Freund Hedi versorgte uns mit Datteln (diese haben angeblich eine nachgewiesene Potenzförderung) und mit einem Granatapfel, der allerdings noch nicht reif genug war. Nach einem kleinen Regenschauer beobachteten wir einen herrlichen Sonnenuntergang in der Sandwüste.

Eine ruhige Nacht ließ uns bestens schlafen.

Tag des Tees und der Sandrosen

 

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