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 7 Tage Bus-Rundreise Türkei

Flagge Türkei

Dritter Tag - Fethiye - Dalyan - Ephseus

Nach dem Frühstück startete der Bus um 7:30 Uhr, zunächst steht eine Bootsfahrt durch das Dalyan-Flussdelta auf dem Plan. Auf dem Ausflugskahn, deren in Dalyan massenhaft zur Verfügung standen, lauschten wir zunächst dem Muizim, der eine Beerdigung ankündigte, wie der Reiseleiter übersetzte. Nix wie weg!

Zunächst erreichten wir die Attraktion dieser rund einstündigen Fahrt, monumentale Felskönigsgräber, dessen imposanten Tempelfronten schon von weitem am steilen Berghang zu sehen sind.          

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Der Reiseleiter erzählte in allen Lagen.

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Alles solide Handarbeit aus dem 4. Jh. v. Chr, bis zu 12 Jahre wurde an so einem Grab gearbeitet.

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Dann glitten wir durch das verschilfte Delta, vorbei an einer Art Fischschleuse, die nach der Durchfahrt wieder verschlossen wurde.

Das Wetter spielte nicht so recht mit, ein kalter Wind blies durch das Boot, begleitet von einigen leichten Regenschauern.

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Efes - Ephesus

Unser nächstes Ziel, Ephesus sollten wir erst um 15:30 Uhr erreichen. Also hatte unser Reiseleiter Zeit uns zu unterhalten, was er ganz gut konnte, allerdings bei den Mitreisenden auch etwas umstritten.

Er erzählte aus dem Leben in der Türkei, vom Verdienst der Beamten oder Lehrer um 300 bis 400 Euro, bis hin zur Brautwerbung auf den Dörfern.

Bei Mieten in den Städten ab 200 Euro können nur Großfamilien damit den geringen Verdiensten umgehen, in dem alle Einkommen in einen Topf geworfen werden. Daher wird von vielen Türken der eventuell mögliche Euro bei einem beitritt zur EU wegen der zu erwartenden Preissteigerungen mehr gefürchtet, als erhofft.

Das noch immer ehemalige Gastarbeiter in der Türkei Kindergeld beziehen, fand er nicht anrüchig, da sei doch der (deutsche) Staat sei schuld! Aber da kam auch mir mir deutlicher Einspruch, schließlich ist das Betrug, was er dann auch schnell einräumte. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das heutzutage tatsächlich noch möglich ist.

Bild links. Bei einer Rast dieser Blick auf die Landschaft.

Zwischendurch wurde Hayatii auch mal politisch und ließ seine persönliche Meinung durchblicken. Wie zum Beispiel hier: Die Türkei passt sich in vielen Bereichen dem europäischen EU-Standard an, indem sie beispielsweise neue Gefängnisse baut, kleine Zellen mit Kühlschrank und Fernseher, damit es den Insassen ja auch gut geht! Der sarkastische Unterton war unüberhörbar. Bekanntermaßen sind die heutigen türkischen Gefängnisse mit ihren Unterkünften mit bis zu 20 Menschen in einem Raum keine Erholungsheime.

Das Kopftuchverbot in öffentlichen Einrichtungen der Türkei begrüßte er, wunderte sich über den Umgang damit in Deutschland. Er erzählte langatmig von Ali und Aische, wie sie ihr Dasein in Deutschland als Gastarbeiter begannen, sich entwurzelten, aber auch in Deutschland fremd blieben. Selig schliefen die meisten Mitreisenden dabei ein. Das Problem sei der Ursprung in der Regel aus einem dörflichen und sehr konservativen Umfeld, was zum Beispiel das Kopftuch für die Frauen verlangte.

Der Schöpfer der modernen Türkei

Ein Loblied auf Mustafa Kemal Atatürk bekamen wir zu hören, dessen Denkmäler oft zu sehen sind, sein Konterfei ziert auch die Geldscheine, Bilder sind auch oft zu sehen. Er führte das osmanische Reich mit der Gründung der Türkei ab Mitte der 1920er in die Moderne, was er damals zu Zeiten der Pluderhosen auch mit seiner europäischen Kleidung zum Ausdruck brachte.

Dann lenkte Hayati von den ernsten Themen ab und verlas einige nette „Dönekes“.

Die Mittagspause dauerte nur rund 40 Minuten und fand in einem Schnellrestaurant mit Selbstbedienung statt. Gut das wir das nicht gebucht hatten, ohne die Qualität des Essen zu bewerten. Die erschwinglichen deftigen Teigwaren und Orangen vom Vortag reichten völlig aus, um bis zum Abendessen den Magen zu beruhigen.

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Rechts eine Übersicht der türkischen Benzin- und Dieselpreise, geteilt durch zwei und man hat den ungefähren Euro-Betrag.

Neben dem “Quickly Restaurant” ein kleines Einkaufszentrum, Schuhe, Textilien und Schmuck.

Weiter ging es durch eine zum Teil mit bizarren Felsformationen versehende Landschaft.

Kräftige Regenschauer begleiteten uns.

Ephesus

Zunächst hielten wir an einer Statue, hier wurde die heilige Jungfrau Maria dargestellt, angeblich die größte ihrer Art. Mit Begeisterung fotografierte insbesondere die kleine stets lustige gut deutsch sprechende ursprünglich aus Polen stammende Familie die Figur.

Nach der „Bedürfnispause“ begann der Rundgang durch die weitläufige Ausgrabungsstätte, die erst etwa zu einem Viertel freigelegt ist.

Mit den inzwischen für alle türkischen Kulturstätten deutlich erhöhten Eintrittsgeldern soll hier in der Zukunft mehr getan werden, denn es ist gesetzlich geregelt, dass 75% dieser Gelder dafür verwendet werden.

Diesmal lies sich Hayati es sich nicht nehmen uns während des Rundganges ausgiebig zu informieren. Mit dem Wetter hatten wir bis auf wenige Tröpfchen Regen Glück, allerdings war es zwischendurch windig. Zunächst eroberten wir das Stadion, in der Arena fanden Gladiatoren- und Stierkämpfe statt.

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Zu sehen gab es viel, die Thermen, das Gymnasium, die zum Teil nach gebaute Celsus-Bibliothek, nicht zu vergessen die mit Wasser gespülten Gemeinschaftslatrinen. Wir liefen die„Geschäftsstraße“ entlang, bewunderten einen Fußabdruck und weitere Zeichen als „Werbung“, angeblich für das Freudenhaus, das übrigens von der Bibliothek auch unterirdisch zu erreichen war, ein Schelm, wer dabei an was Böses denkt.

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Das große gut erhaltene Theater beeindruckte durch seine enormen Abmessungen, auf 3 mal 22 Rängen den bis 25.000 Zuschauer Platz. Gut zwei Stunden bestaunten wir die vielen Sehenswürdigkeiten. Ein örtlicher Fotograf machte unentwegt Bilder, die dann bereits am Bus für 3 Euro zum Verkauf angeboten wurden.

Die Souvenirhändler priesen ihre Ware an, obwohl sie eigentlich mit dem Tag zufrieden sein mussten, denn am Vormittag wurden die Passagiere von zwei Kreuzfahrschiffen mit 36 (!) Bussen hier abgeladen. Wir hatten Glück, nur eine Gruppe nett anzusehender Chinesen liefen mit uns durch die Ruinen. 

Gegen 18 Uhr erreichten wir das große modere “Sealight Resort Hotel“, direkt am Meer gelegen, aber weit ab vom Ortskern Kusadasi. Das Buffet wurde reichlich und mit einer großen Auswahl angeboten.

Den Ansturm verkrafteten die Kellner nicht so ganz problemlos, für eine Getränkebestellung konnten wir erst nach längerer Zeit die Aufmerksamkeit auf unseren Tisch lenken. Aber das Essen war reichhaltig, der Nachschub war immer sicher gestellt. Wenn auch dem Autor der Vorabend in dem gemütlichen Restaurant mit ursprünglicher wirkenden Kost besser gefiel. Der riesige moderne Speisesaal wirkte doch etwas nüchtern, die Geräuschkulisse war entsprechend der vielen Menschen relativ hoch.

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Der nächste Tag beginnt entspannter, denn mit Freude haben wir vernommen, die Abfahrt ist erst um 9 Uhr. Das Hotel der gehobenen Klasse löste bei dem einen oder anderen Mitreisenden Begeisterungstürme aus. Uns hat es auch gefallen, modern und sauber, aber keine Atmosphäre in diesem Betonklotz. Das Essen eben Großküche, optisch sehr schön, sehr großes Angebot, aber geschmacklich eher langweilig. Aber über Geschmack lässt es sich bekanntlich nicht streiten. 

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