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Die folgende Nacht verbrachten wir auf „unserem“ Übernachtungsplatz bei Touren in den Süden, in Emmendingen. Das nahe Restaurant „Campus“ bot günstig
und gut für 8,50 Euro am Freitagabend ein Grillbuffet „bis zum abwinken“ an. Draußen auf der Terrasse genossen wir die untergehende Sonne, Entspannung pur. Die Nacht war bis auf die obligatorischen (erträglichen)
Bahngeräusche angenehm. Am Morgen schnell noch die V&E Stadion genutzt, den Spendenkasten gefüttert und weiter ging die Fahrt.
Bei schönem Wetter rollte unser „Big Grasshopper“ durch die Schweiz, die Schwerlastabgabe vom Vorjahr war noch für die Hinfahrt gültig. Nur einige kleine Staus
trübten den Fahrspaß, auch vor dem Gotthard-Tunnel zähflüssiger Verkehr, aber den Tunnel selbst konnten wir flott durchqueren.
Safaripark oder Friedhof?
Eine weitere Zwischenübernachtung in Italien war in Pombia geplant, am dortigen „Nuovo Safari Park“ war im Stellplatzführer ein kostenloser Stellplatz
ausgewiesen. Wir kamen nach 18 Uhr an, der Stellplatz war hinter einer Hecke zu sehen, er war aber nicht mehr zu erreichen. Offensichtlich kann man nur gegen Eintritt in den Park den Stellplatz „kostenlos“ nutzen
… Man könnte sicherlich auf dem offenen Pkw-Parkplatz übernachten, aber es war noch früh und wir rollten über gute Landstraßen knapp 60 Kilometer nach Beregurdo, der dortige Parkplatz am Friedhof bietet etwas
außerhalb eine ruhige Übernachtungsmöglichkeit, die wir bereits kannten.
Dort konnte dann auch die H7-Halogenleuchte des linken Abblendlichts des Sprinters, der den Fehler meldete, ausgetauscht werden. Sogar für die Fähigkeiten des Autors
faszinierend einfach durchzuführen. Auf einen ruhigen Abend folgte eine ruhige Nacht, klar bei den „Nachbarn!. Die Kirchenglocken bimmelten am Sonntagmorgen dezent, ein Blumenverkäufer baute seinen Stand auf, die ersten
Besucher des Friedhofs trudelten ein. Wir machten Platz und frühstückten ca. 200 Meter weiter vor dem Sportplatz.
Übernachtung vor Ancona in Fano
Die gut ausgebaute Autobahn ließ sich fast durchgehend per Tempomat fahren. Sehr schön in Italien, die Raststätten bieten oft auch eine V&E Stadion. Diesen Service
nutzten wir gerne. In Rimini Nord sind wir nach stetigem kräftigen Gegenwind von der Autobahn abgefahren, die Reserveleuchte des Dieseltanks meldete sich. Die Mautgebühr betrug in der Klasse 6 (was auch immer das bedeutet)
immerhin 18,90 Euro. Tanken konnten für 1,15 Euro am Tankautomaten.
Dann gerieten wir in das Ende einer Großveranstaltung, Autos über Autos, noch mehr Zweiräder, überall Polizisten, die versuchten das Chaos zu regeln. Aber wir hatten
Zeit, staunten über die Überholmanöver der Zweiräder, die rechts und links vorbeirauschten. Am späten Nachmittag erreichten wir am Meer vorbei bummelnd Fano, diesmal mieden wir den kostenpflichtigen Stellplatz am Meer
wegen der Nähe zur Eisenbahnlinie. Der kostenlose Stellplatz mit V&E nahe an der netten Altstadt erwies sich als akzeptabel ruhig, zur Begrüßung rauschte ein Regenschauer nieder.
Nette Leute auf dem Platz, nette Gespräche mit Eignern von Reisemobilen mit völlig unterschiedlicher Ausrichtung, vom Luxus-Concorde, bis zum selbst ausgebauten MB
Vario. Am Abend in der Altstadt Faros haben wir ein angenehmes Restaurant gefunden, lecker gegessen und anschließend ruhig geschlafen. Morgen erwarten wir unsere Reisemobilfreunde Helga und Kalle, mit denen wir die Tour
überwiegend gemeinsam fahren wollten.
Der nächste Tag verlief relaxend, ein ausgiebiger Spaziergang am fast menschenleeren Strand, bzw. an der Promenade, es war bereits Saisonende. Am späten Nachmittag
trafen Helga und Kalle ein, wir schlenderten durch die Stadt. Aber irgendwie war der Montag kein guter Tag, alle Restaurants waren geschlossen. Wir landeten in eine „Stunden-Pizzeria“, probierten hier ein Achtel, ein
Achtel dort und wurden auch satt.
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