Banner_2_Reisemobil-fahren.de

Göreme „Zemi Vadisi“

Morgens zeigte das Thermometer kühle 5 Grad, aber der Himmel strahlte blau, die Sonne kam durch. Einige Heißluftballons kreisten bereits früh über die atemberaubende Landschaft. Aber bereits kurze Zeit später zog wieder eine Wolkenwand heran. Dennoch, die Wanderschuhe wurden geschnürt, um die „Zemi Vadisi“ (Schlucht) zu erkunden.

P1020574
P1020575 P1020577
P1020580
P1020581
P1020585
P1020586
P1020587
P1020590
P1020582
P1020588

Mal wieder Müll an den unmöglichsten Stellen. Kann man sich daran jemals gewöhnen? Gesehen in der Nähe eines Picknickplatzes.

P1020592
P1020594
P1020603
P1020602
P1020596

Der Weg wurde immer schmaler, wir patschten teilweise durch Wasser eines Bächleins, irgendwann gaben wir auf, es wurde immer unwegsamer. Die Felsformationen, die vielen in die Felsen geschlagenen Behausungen, waren dennoch ein interessanter Anblick.

Auf dem Weg zurück noch kurz an der „El Nazar Kilisesi“ vorbeigegangen, einer weiteren Kirche in einem Tuffsteinkegel geschlagen. Der dort ansässige große Hund des Ticketverkäufers fiel über unseren kleinen Hund her, im letzten Moment konnte ich den Hund auf dem Arm retten. Ein deutsches Ehepaar kam aus Antalya, wir kamen ins Gespräch. Sie waren etwas zu leicht gekleidet, denn dort war es sehr warm. Wir haben uns die 8 TL pro Person für die Tuffsteinkirche gespart, gestern hatten wir genug dieser Kirchen besichtigt.

P1020600
P1020597

Kurz vor dem Campingplatz fing es wieder an leicht zu regnen. Kaum sassen wir im Reisemobil, kam ein kräftiger Schauer runter, Außentemperatur 7 Grad. Später verzogen sich die Wolken wieder, um bald darauf Platz für neue Regenwolken zu machen. Es war zum Mäuse melken!

Der Abend in unserem “Stammlokal” war auch nicht so berauschend, ein Gericht war nicht so recht genießbar, das Hühnchen war schon länger tot... Gut, es wurde ein neues Gericht gebracht, aber so richtig hat das auch nicht geschmeckt. Schade nach den zwei angenehmen Abenden vorher! Dafür mundete der kappadokische Wein später im Reisemobil um so besser.

Zelve

Morgens zeigte das Thermometer noch eine „2+“ an, in der Nacht Frost? Aber strahlend blauer Himmel. Zunächst ein Plausch mit dem Senior und Campingplatzinhaber, der beim Wasser fassen zuschaute. Für die drei Tage haben wir 75 TL gezahlt. Zunächst kurvten wir nach oberhalb Göremes, der dortige Panoramablick gefiel nicht nur uns, wie zahlreiche Touristenbusse bewiesen. Das Panorama lässt ahnen, wie schön es sein könnte, wenn man das von etwa 300 bis 400 Meter Höhe, während einer Fahrt mit einem Heißluftballon erlebt. Uns waren die 120 bis 150 Euro pro Person für dieses kurze Vergnügen nicht wert - man muss eben nicht alles haben. Helga und Kalle haben sich geleistet und waren sehr angetan von der gut einstündigen Fahrt mit dem Ballon.

P1020613
P1020612 P1020610
P1020615 P1020617
P1020619

Herrliches Wetter, herrliche Landschaft, phantastische Bilder ... fast so schön wie eine Ballonfahrt ... der Blick auf Göreme von einer Felsenplattform in die unglaubliche Felsenwelt.

P1020621
P1020625 P1020626
P1020628
P1020630
P1020636
P1020640
P1020634
P1020639

Die Wassermassen vor Jahrmillionen aus den Überschwemmungen, unterstützt von Wind und Wetter, höhlten die Felswände aus, die Gewässer gruben sich ihre Bahn in die steilen Hänge, sprengten den harten Fels. Da in den unteren Lagen das Gestein nachgiebiger war, ging der Erosionsprozess hier schneller vonstatten.

P1020642

Kappadokien zauberhaft

Im Tal von Zelve stehen viele der s.g. Feenkamine, der Blick von einer Anhöhe auf die Landschaft mit den merkwürdigen Felsformationen war ohne Zweifel ein Höhepunkt.

P1020646

Das sind Kunstwerke der Natur, unfassbar!

Oder hat das Tourismusministerium nachgeholfen?

P1020645
P1020643
P1020652
P1020654
P1020656
P1020649
P1020667

In der Nähe dieses Tals gibt es ein Freilichtmuseum, in dem vom Einsturz gefährdende Felsenkirchen zu besichtigen sind. Während wir noch überlegten es zu besichtigen oder nicht, wurden wir von einem Hundeliebhaber auf unseren Foxterrier angesprochen. Sein Hund war allerdings drei bis vier Nummern größer, auf seinem Handy zeigte er ein Bild von einem Rottweiler.

Erhan Kurt gab uns einen Besichtigungstipp einer Teppichknüpfschule in der Nähe, die am heutigen Sonntag Ausstellung hat und bis 12:30 Uhr zu besichtigen wäre. Seine Zeichnung als Wegbeschreibung war hervorragend, wir fanden den „Bazaar 54“ problemlos. Die Besichtigung bzw. Führung war interessant. Natürlich wurden uns einige Teppiche gezeigt, aber wir versicherten im Vorwege, keine Kaufabsicht zu haben. Das wurde sehr freundlich akzeptiert, es wurde kein Druck ausgeübt.

P1020659
P1020661
P1020662
P1020666
P1020660
P1020665

Das Knüpfen, eine jahrhunderte von Jahren alte Handwerkskunst. Sämtliche Teppiche sind handgeknüpft. Benutzt wird ein Doppelknoten, der sogenannte türkische oder Gordes-Knoten. So entstehen wahre Kunstwerke, wie dieser Seidenteppich.

Die Knüpferinnen sind zwischen 18 und 65 Jahre alt und machen durchschnittlich zwischen 8.000 und 12.000 Knoten pro Tag. Die Arbeit wird Zuhause oder in eigens eingerichtete ortsnahen Gebäuden verrichtet.

Die Anlage war sehr touristisch und geeignet mehrere Busladungen gleichzeitig abzufertigen. Aber die „Privatführung“ war nett, die jungen knüpfenden Frauen auch ... Insofern war das zwar kein Geheimtipp, wie es sich zunächst anhörte, aber informativ. Mit dem deutschsprachigen Personal kamen wir über dies und das ins Gespräch.

Weiter ging unsere Fahrt nach Derinkuyu. 

Nach oben

Weiter

Zurück

 

Zurück zur Übersicht Reiseberichte Deutschland - Europa - Welt