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Fahrt nach Amasra

Freundliches und windstilles Wetter begrüßte uns am nächsten Tag, als wenn nichts gewesen wäre.

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Zunächst ein kleiner Ort, ein winziger Hafen und ein „Mini-Market“ mit frischem Brot.

Wir wurden von einer aus Istanbul stammenden Lehrerin auf unseren arabischen Spruch „ Salam a leikum“ am Alkoven des „Big Grasshoppers“ freundlich angesprochen. Sie klärte uns auf, dass der Spruch als Gruß zu jeder Tageszeit genutzt wird, das war uns völlig unbekannt ... eine Lehrerin halt! Und schon ging die Fahrt weiter.

Die Straßen wurden eng und schlecht, einige kleine ärmlich anmutende Dörfer kreuzten unseren Weg. Aber bald wieder bestens ausgebaute Straßen, später im „gerüttelten“ Ausbauzustand, aber fast immer vier Spuren.

Am frühen Nachmittag ein Stopp, ein großer moderner Supermarkt bot sich zum Einkaufen an. Prima Auswahl, der erste Einkauf türkischer Lebensmittel, Obst, Käse, Joghurt, Wasser, eine Flasche Wein und dies und das.

Weiter ging es, unterwegs waren immer wieder Obst- und Gemüsestände am Straßenrand zu beobachten.

Amasra

An einem herrlichen Aussichtspunkt auf den Ort Amasra hatten sich Händler versammelt, um von den Touristen die eine oder andere Lire zu ergattern.

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Am Nachmittag erreichten wir Amasra, ein malerisches historisches Städtchen an der Schwarzmeerküste.

Der Ort ist beliebter Erholungsort für Einheimische Touristen, außerdem wurde am heutigen Samstag das Ende des Ramadan gefeiert.

Wir quälten uns durch den völlig zu geparkten Ort. Parken mit einem Reisemobil? Keine Chance!

Aber am Stadtrand, in der Nähe des Polzeihauptquartiers, sahen wir ein freies Grundstück, daneben „Schrebergärten“. Plötzlich rief eine deutsche Stimme, fahrt nur dort hin, hier könnt ihr bleiben. Ein älterer ehemaliger Gastarbeiter aus Deutschland gab uns die nötigen Informationen, auch Übernachten wäre kein Problem.

Wir machten uns „landfein“ und stürzten uns mit Hund in den Trubel, schlenderten durch die mageren Altstadtreste über eine römische Brücke auf die s.g. Altstadthalbinsel. Im Ort selbst viele Restaurants, eine lange Gasse mit Souveräns aller Art, die Menschen drängten sich gut gelaunt an den vielen Ständen und Geschäften vorbei.

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Amasra liegt auf einer Halbinsel, deren flachem Übergang zum Festland, sowie auf der Insel Büyük Ada “Große Insel”, die durch eine von den Römern erbaute Brücke mit dem Stadtgebiet verbunden ist.

Der Tourismus ist die wichtigste Aktivität die Einwohner.

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Baris Akarsu Denkmal

Baris Akarsu kam am 29. Juni 1979 als Kind von Hatice und Selahattin Akarsu auf die Welt. Die Grund und Realschule sowie das Gymnasium schloss er in Amasra ab. 2004 gewann er die Castingshow Akademi Türkiye. Danach gab er Konzerte im ganzen Land.

Auf dem Weg zur Feier seines 28. Geburtstags hatte Baris Akarsu einen Verkehrsunfall, an dessen Folgen er am 4. Juli 2007 verstarb. Unter den Toten war auch seine zukünftige Ehefrau. Die Stadt hat dem “James Dean” der Türkei ein Denkmal gebaut und stellt dort auch seine Motorräder aus. 

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Das Haus fast baufällig, aber immerhin die Sat-Schüssel ist neu.

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Im Hafen war gerade ein Ausflugsschiff zum Auslaufen bereit, kurz entschlossen buchten wir für bescheidene 5 TL eine 45 Minütige Rundfahrt. Bald war das Schiff mit fröhlichen türkischen Familien gefüllt. Vorbei an der Hafenmole, draußen erwarteten uns überraschend ordentliche Wellen. Die Mitreisesenden quietschen und lachten, wenn eine höhere Welle das Schiff kräftig aufschaukelte. Die Sonne verschwand hinter den Wolken, es wurde ordentlich kühl, kein Wetter mehr für T-Shirts, wir froren.

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Die anschließende Suche nach einem Restaurant erwies sich als schwierig, mit Hund wurden wir immer wieder auf die Terrasse verwiesen, aber uns war doch kalt, schließlich hatten wir nur noch um die 17 Grad! In einem Großimbiss durften wir ins warme „Speisezimmer“. Kebab und Salat mit einer Cola, ein preiswertes Essensvergnügen für 11 TL pro Nase. Das ausgerechnet an unserem Tisch das Fenster geöffnet werden musste, da eine Verlängerungsschnur nach draußen gelegt werden sollte, war eine Ironie des Schicksals, aber wir nahmen es mit Humor.

Ein langer, aber interessanter Tag nahm sein Ende.

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