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 Besichtigung Nemrut Dag

Die Nachtruhe in dieser ruhigen Bergwelt war herrlich, bei einer fantastischer Aussicht rechts und links nahmen wir unser Frühstück ein. Ein Taxi war angeblich nicht zu bekommen, nur ein Ford Transit Mini-Bus stand für 120 TL zur Verfügung, natürlich haben wir uns „ausnehmen“ lasen und den Wagen für 10 Uhr bestellt. Die flotte Fahrt durch die Berge des Taurusgebirges begann, einige sehr steile Kehren auf schmalen Straßen haben uns zweifeln lassen, ob wir das mit dem Reisemobil geschafft hätten.

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Bei optimalen Wetter erreichten wir die Station unterhalb des 2150 Meter ü.d.M. gelegenen, um 50 Meter künstlich erhöhten, Gipfel. Ein steiler Aufstieg zu den terrassenförmig angelegten Kultstätten des Nemrut Dag begann.

Das “Eseltaxi” wurde uns zu spät angeboten, da hatten wir den Gipfel fast geschafft.

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Der König Antiochos I lebte von 69 bis 38 vor Christi und hatte den Tumulus und die heute noch Aufsehen erregende Kultanlagen auf drei künstlich angelegten Terrassen an Ost-, Nord- und Westseite für sich selbst anlegen lassen.

Die Terrasse auf der Nordseite des Gipfels war Sammlungsort der ankommenden Pilger, die von hier über verschiedene Wege für Adel und gemeines Volk zur West- bzw. Ostterrasse weitergingen. Immer wieder ein Blick in die beeindruckende Berglandschaft. Die Sockel der Kultfiguren waren mit Schriftzeichen versehen.

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Die kolossalen Götterfiguren, deren Köpfe heute am Boden aufgebaut wurden, beindrucken den Betrachter sehr.

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Die fünf 9 m hohen, sitzenden und enthaupteten Statuen auf der Westterrasse, dem heiligsten Teil des Berges, stellen Antiochos I. Theos inmitten der Gottheiten Tyche, Zeus-Ahura Mazda, Apollon-Mithras-Helios-Hermes und Herakles-Artagnes-Ares dar.

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Unser großes Glück heute war bestes Wetter und das die größere Gruppe Holländer bereits zu Beginn unseres Rundganges das Gelände verließen.

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Völlig allein bestaunten wir knapp 1 ½ Stunden den historischen Berg.

Das mit Gestirnen verzierte „Löwenhoroskop“ verdeutlichte die Vergöttlichung des Herrschers durch die symbolische Verwandlung in einen Stern. Die Begleiterin des „Loewen“, suchte allerdings ihr Sternzeichenrelif „Löwe“ vergeblich, das war gerade zur Renovierung in der Lagerhalle und nur auf Postkarten zu sehen.

Der Blick in die Bergwelt rings herum des Nemrut Dagi war immer wieder ein herrlicher Anblick.

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Stark beeindruckt bestiegen wir dem Kleinbus und sausten, unterbrochen von einem Fotostopp, zurück zu unseren Reisemobilen, die bereits aus weiter Ferne zu erblicken waren.

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Ein ruhiger Nachmittag schloss sich an, der junge Besitzer des Campingplatzes versorgte uns mit Weintrauben, Granatäpfel und am Abend mit Melonen. Am späten Nachmittag spendierte er eine kleine Falsche Rotwein, die er mit uns bei einem Plausch austrank. Sicherlich kein Problem, bei der Provision für die Vermittlung des überteuerten Kleinbusses, so war unserer Eindruck. Ein guter Aperitif, vor unseren Gemüseauflauf aus der Reisemobilküche, der vorzüglich mundete. Später bestaunten wir den fantastischen Sternenhimmel, bestimmten einige Sternbilder und bewunderten die klar zu sehende Milchstraße. 

Pazavcik - Kartalkava Stausee

Nach einer weiteren wunderbaren ruhigen Nacht mussten wir zunächst bei der Bezahlung der Campingplatzgebühren, des Essens und der Getränke einen „Rechenfehler“ von 20 TL beheben.

Dann gondelten wir mit mehreren Stopps, auch an der in den Jahren 198 bis 200 n. Chr. erbauten Römerbrücke “Cendere Köprüsü”, nochmal zu den Säulen der Kult- und Grabstätte „Karakus Tümülüs“.

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Eine Baustelle mit der üblichen Schotterpiste musste bewältigt werden, ausgerechnet kam uns dort ein überbreiter Lkw-Transport entgegen. Am frühen Nachmittag fanden wir einen Übernachtungsplatz am Kartalkava Stausee, unmittelbar bei der Stadt Pazavcik.

Hier ließen wir ein wenig die „Seele baumeln“ bei dem schönen Anblick in die weite Landschaft und auf den See. Später wurde der Holzkohlengrill angezündet und pikante türkische Sucuks zum Grillen feuerte den Geschmack an, abgerundet mit Zaziki auf türkisch, selbst frisch mit Joghurt hergestellt.

Helga gelang es diesen phantastischen Sonnenuntergang einzufangen.

 

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