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Nemrut Dagi Milli Parki  

Die Nachtruhe wird frühmorgens wieder von den Rufen der Muezzins beendet, kurz danach setzt der Straßenlärm Sanliurfas ein, es wurde gehupt, es rasselte und klapperte. Beim Ausfahren vom Parkplatz wollte das Personal nochmal 2 TL kassieren, aber der Beleg über diesmal 3 TL vom Vorabend reichte, wir konnten ohne weitere Gebühr fahren. Nun, 7 TL für zwei Übernachtungen, da kann man nicht meckern. 

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Unterwegs ein kurzer Abstecher zum Atatürk „DSI“ Staudamm, mit Blick auf die gewaltige 169 Meter hohe und 1.614 Meter lange Staumauer.

Der Staudamm ist ein Prestigeobjekt (GAP), in einer Reihe von weiteren Talsperren an Euphrat und Tigris. Rund 1,9 Millionen ha Ackerland werden damit bewässert und die Wirtschaftskraft sowie die Stromgewinnung in dieser Region erfolgreich zu stärken.

Auch hier, eine Familie bereitete ein Picknick vor, ein beliebtes Wochenendvergnügen vieler Türken.

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Weiter geht die Fahrt durch herrlich aussehende Felsformationen Richtung Adiyaman, dort ein Einkaufsstopp zum Auffüllen der Bordvorräte. Eine kostenlose Besichtigung der Kult- und Grabstätte „Karakus Tümülüs“ schloss sich an, Säulen mit Figuren, insbesondere im Blick der große Vogel hoch oben auf der Säule. Den Nemrut Dagi Milli Parki erreichten wir über eine Nebenstrecke.

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Natürlich interessierte uns auch der Löwenkopf, der bestimmt 1.50 hoch war. Der Blick in die phantastische Landschaft beeindruckte mal wieder sehr.

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Die Straße wurde schmaler und immer schlechter, sie war nur grob geflickt. Wir schrauben uns in engen Kehren nach unten und erreichen bald die römische Brücke über den Cendere, gebaut 198 bis 200 n. Chr. Bis vor einigen Jahren diente sie auch noch dem Autoverkehr, das spricht für die Bausubtanz. Allerdings wurde nach einem Unfall mit einem Tanklastzug eine neue Brücke gebaut. Eine Besichtgung haben wir uns für die Rückfahrt vorhenommen.

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Die Fahrt ging Richtung Arsameia auf einer engen holprigen Straße weiter in Kehren bergauf, dann in den gebührenpflichtigen „Nemrut Dagi Milli Parki“, 6,50 TL werden pro Person kassiert. Außerdem wurde uns eine Visitenkarte des „Cafeterya Camping Arsemia“ die Hand gedrückt, unser heutiges geplantes Tagesziel.

Wir wurden freundlich begrüßt, 10 TL wurden als Parkgebühren genannt. Die kleine Fläche hinter dem Restaurant (noch in Betrieb?) bietet einen fantastischen Ausblick in die Bergwelt nach allen Seiten. Das Wetter war weniger freundlich, ein kurzes Gewitter mit Regen befreite unseren “Big Grasshopper” vom Staub der letzten Tage. Später saßen wir beim Begrüßungstee im Souvenirshop und erhielten die ersten Information auch per DVD, der berühmte “Nemrut Dag” ist etwa 18 Kilometer entfernt, die Straßen wären aber eng und steil.

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Ein Taxi oder einen Minibus zu organisieren, wäre aber kein Problem. Von dieser Stelle Arsameias führte ein Weg zu interessanten Figuren, Reliefs und Inschriften. Da wir unsere Tour ein wenig „entschleunigt“ hatten, war ein Programm für zwei Tage möglich.

Besichtigung Arsameia

Der Regen begann in der Nacht und setzte sich am Vormittag mit ständigen kräftigen Schauern fort. Gegen Mittag endlich, es wurde heller. Mit Regenjacken und Schirmen gewappnet stiegen wir den Zugangspfad hinauf, vorbei am verschiedenen Reliefs, Gott “Mithras-Welios” und anderen Figuren auf Podesten. Vorbei an einer in den Felsen geschlagenen Vorhalle mit Stufen in eine Grabkammer, was allerdings nicht bestätigt ist, es könnte sich auch um eine Kultstätte gehandelt haben.

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Das schönste Relief zeigt einen König und den Halbgott Herakles abgebildet. Hier beginnt auch ein Felstunnel, dessen Funktion nicht geklärt ist, der 158 Meter tiefer blind endet. Interessant sind die Felsbrocken, die über mehrere Meter mit Schriftzeichen bedeckt sind.

Eine Schnecke zog davon unbeeindruckt ihre Spur an der Felsendecke.

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Auf dem Plateau mit Treppen- und Gebäuderesten hat man einen fantastischen Rundblick in die Landschaft, auch auf das Restaurant mit Mini-Campingplatz.

Der Blick in das Tal an einer bestimmt 100 Meter steil abstürzenden Felswand ließ mulmige Gefühle aufkommen, natürlich gibt es hier keine Sicherung, Eigenverantwortung ist verlangt.

Danach ließ das Wetter ein Stündchen relaxen im Campingstuhl zu. Am Nachmittag trafen Helga und Kalle von ihren Abstechern ein, die Tour führte sie u.a. nach Mardin, und zum Kloster Gabriel, dort wird eine Übernachtung im Innenhof akzeptiert.

Für den nächsten Tag war ein Taxi für mehrere Stunden (hin und zurück mit Wartezeit) zum “Nemrut Dag” geplant. Der Campingplatzbesitzer telefonierte wegen des Preises, Kosten soll das „Taksi“ immerhin 100 TL. Hm, das ist aber ein ordentlicher Preis, sicherlich einschließlich Provision für die Vermittlung? Wir ließen uns die Entscheidung zunächst offen. Am Abend wurden wir nach Absprache mit dem „Küchenchef“ als alleinige Gäste im Restaurant verpflegt, es gab ein pikant gewürztes Omelette mit Tomaten, dazu angemachter Reis und eine leckere Suppe. 

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