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Rize

Vier Reisemobile haben am Uzungöl-See ruhig übernachtet, das uns schon bekannte deutsche IGB-Paar und ein niederländisches Paar mit einem kleinen Allradmobil. Sie hatten noch vor, mit einer Gruppe Georgien und Armenien zu erobern.

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Wir bummelten bei bestem sonnigen Wetter zurück zur Küste und waren froh, die Marterstrecke der Baustelle bewältigt zu haben.

In Rize konnten die Mobile in der Nähe des Hafens parken, unweit führte eine Fußgängerbrücke über die Schnellstraße zur Stadt. Die Stadt verteilt sich über mehrere Hügel, umgeben von Teefeldern.

Uns reizte auf einem Hügel der Botanische Garten und „Lehrfelder“ zum Thema Tee. Ruckzuck saßen wir in einem gelben Taxi, das uns vier für 7 TL den Hügel hoch jagte.

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Enttäuscht waren wir von der bescheidenen Größe des Botanischen Gartens.

Wir genossen aber die Aussicht hoch oben über die Stadt bei zwei Gläschen Tee, der hier freundliche 0,50 TL kostete.

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Rings um die Stadt sind die Teefelder zu sehen.

Zu Fuß ging es bergab in die Innenstadt, ein quirliges Leben bot sich unseren Augen in einer Fußgängerzone mit basarähnlichen Geschäften, aber auch eine moderne Einkaufsstraße.

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Fast wären wir in Rize zur Nacht geblieben, aber dann wurden an frühen Nachmittag doch noch die Motoren angelassen. Die vierspurige Schnellstraße verläuft auch hier direkt an der Küste, Übernachtungsmöglichkeiten boten sich nicht an. Kurzerhand sind wir Richtung Ayder in ein Naturschutzgebiet abgebogen.

Am Fluss befanden sich mehrere Raftingstationen, an einer mit Restaurant und Forellenzucht fanden wir auf Nachfrage einen Parkplatz für die Nacht. Die Forellen schmeckten hier sogar etwas besser als am Vortag. Es war bis zum Abend angenehm warm, so saßen wir noch lange Zeit auf einer der Terrassen des Restaurants auf Holzbänken am rauschenden Fluss, in bester Gesellschaft mit jagenden Fledermäusen.

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Fazit Schwarzmeerküste

Von Karasu bis fast zur türkisch-georgischen Grenze haben wir die Küste des schwarzen Meeres fast durchgängig „erfahren“. Fast überall wird die Küste von einem Gebirge überragt, das bis zu 200 km ins Landesinnere zieht, durchbrochen von Längstälern und Beckenlandschaften. Selbst ansehnliche Hochalmen zeigen sich dem erstaunten Auge. Sandstrände sind anfangs öfters vorhanden, nehmen aber weiter östlich immer mehr ab. 

Die weitgehend grüne Küste ist zu allen Jahreszeiten niederschlagsreich, Regen haben wir auf unserer Reise auch immer wieder erlebt. Wenn die Regenwolken heranziehen, dann ist das Schwarze Meer so, wie es heißt. Ansonsten schillerte das Meer von Grün bis Blau.

Die Schwarzmüste ist teilweise noch sehr ursprünglich, touristische Bereiche sind selten, oft laden auch kleine Fischerorte ein. Insbesondere der östliche Bereich ist sehr dicht besiedelt, Kohle- und Stahlindustrie macht die Landschaft in dieser Gegend nicht schöner.

Auch sind die belebten modernen Hafenstädte nicht immer einladend. In der Region ist der Teeanbau ,nicht nur für den eigenen Bedarf der Türkei, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Ferner sind Haselnusswälder verbreitet, aber auch Mais, Reis und Tabak werden angebaut. Die gut ausgebaute vierspurige Schnellstraße an der Küste schneidet oft den Zugang zum Meer ab, die Einheimischen haben sich notgedrungen aud den Mittelstreifen illegal Übergänge gebaut.

Der hier noch nicht so verbreitete internationale Tourismus hat einerseits seine Vorteile, anderseits vermisst man schon die eine oder andere Infrastruktur. Viele Türken machen hier Urlaub, was die Region irgendwie authentischer macht.

Weniger erfreut waren wir über den Umgang der Türken mit Müll, das war teilweise schon eine ausgemachte Schweinerei. Wo man saß, ließ man seinen Abfall fallen, an den oft nett angelegten Picknickplätzen sah es teilweise entsetzlich aus.

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