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Grenze Türkei - Griechenland - Italien - Deutschland

Noch schnell die Toiletten entsorgt und problemlos fuhren wir aus der Stadt raus, ab auf die Autobahn. Ein letzter Einkaufsstopp, die restlichen türkischen Lire wurden ausgegeben. An der Grenze wurden wir ein wenig muffig abgefertigt und wurden an einer Stelle sogar zurückschickt, damit das Reisemobil an einem leeren Kontrollhäuschen vorbei fuhr. Das war schon etwas merkwürdig.

Der griechische „Duty Free Shop“ versorgte uns mit Wein und Ouzo, der dort bereits ab 3,70 Euro für die 0,7 Liter Flasche zu haben war. Bestens geeignet für die leckeren Ouzo-Plätzchen in der Adventszeit.

Alexandroupoli - Asprovalta - Igoumenitsa

In Alexandroupoli wurde zunächst der Tank mit Diesel gefüllt, am Ortsausgang fanden wir einen Übernachtungsplatz am Strand, wo sich viele Angler tummelten. Ein Paar aus Hannover wollte noch bei Lidl einkaufen, sie versorgten uns auf Nachfrage mit Mineralwasser mit Kohlensäure, was wir in der Türkei vermisst hatten.

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Eine ruhige Nacht, weiter ging die Fahrt am nächsten Morgen nach Asprovalta. Den Nachmittag verbrachten wir bei schönem Wetter am Strand.

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Es schloss sich ein netter Abend im Imbissrestaurant „TAKA-TAKA MAM“ von Sokrates und dessen Vater an, die in Deutschland gelebt hatten. Da wegen Ende der Saison nicht mehr viel zu tun war, ergaben sich längere Gespräche über die griechischen Probleme, die Behörden und wie schwer es fällt, sein Geld zu verdienen. Abgesehen davon war der trotzdem fröhliche Mann auch ein guter Koch, das Essen war ausgezeichnet. Der Vater kredenzte einen Hausbrand aus der Familie, einen „Zippero“ (ein Tresterschnaps, so wie der Grappa) vom Feinsten. Vielen Dank für den netten Abend!

Sauwetter!!  

Der nächste Tag präsentierte Temperaturen um die 10 Grad und Dauerregen, ab auf die Autobahn nach Igoumenitsa. Tatsächlich bekamen wir einen Platz auf dem Schiff, das uns um 22:30 Uhr zwei Tage früher nach Ancona brachte, als geplant. Es herrschten mindestens Windstärke 8 bis 9, der Sturm ließ das Schiff ordentlich schaukeln.

Italien haben wir schnell durchquert, an der Schweizer Grenze wurde die Schwerlastabgabe entrichtet, die für ein weiteres Jahr berechtigt, uns an 10 Tagen in der Schweiz aufzuhalten. Die Rückfahrt führte uns mit Übernachtungen in Singen und Worms am 31. Oktober zurück nach Hattingen.

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Staub auf dem Big Grasshopper

Fazit

Die Reise hat uns bestens gefallen, viele schöne Erlebnisse. Sehr oft frei gestanden, problemlos ohne unangenehmen Belästigungen. Wir haben uns sehr sicher gefühlt. Auch kleine einfache Campingplätze wurden besucht, aber die Sanitäreinrichtungen, oft oh je ...

Daher nur einmal "fremd" geduscht. Die gesamte Zeit ohne Stromanschluss, außer auf der Fähre Ancona-Igoumenitsa. Unser “Big Grasshopper” hat alles klaglos mitgemacht, bis auf einen Ausfall einer Seitenbegrenzungsleuchte. Fast genau 6.500 Kilometer sind wir in der Türkei gefahren.

Türkei, einfach faszinierend

Die Türkei bietet unendlich viel, landschaftliche Schönheiten, interessante Kulturstätten, z.T. exotische Städte mit tollen ursprünglichen Basaren und freundlichen Menschen.

Von kargen baumlosen Berglandschaften in Zentral- und Ostanatoilien, bis zu endlosen Gebirgsketten und archaische anmutenden landschaftliche Schönheiten. Grasebenen mit Nomadenzelten, Schafherden und einsame Dörfer. Weite Steppen, wie auch landwirtschaftliche Regionen, die Kornkammern der Türkei. Mit idyllischen Landstrichen und nahezu unberührte Natur, uralten Kulturlandschaften und urbanen Zentren, unter denen Istanbul schon immer den ersten Platz einnimmt. Dazwischen moderne expandierende Städte, die dennoch das Traditionelle und wie auch das Moderne repräsentieren. Die Entfernungen sind enorm, gebirgig bis hin zu tiefen Schluchten, quer durch das „wilde Kurdistan“. Wie von einem fremden Planeten, die Landschaft in Kappadokien, Feenkamine, Felspyramiden und Steinkegel, durchlöchert wie ein Schweizer Käse.

Wir haben die Türkei als ein faszinierendes orientalisches Land erlebt, oft als modernen Staat, aber auch traditionell verankert in den Wurzeln des Islam. Viele angenehme Erlebnisse lassen den Schluss zu, dass die Türkei ein ideales Land ist, um es mit dem Reisemobil zu erkunden.

Eine kleine Statistik aus dem Computer des Sprinters:

Gesamtstrecke: 10.926 km (Türkei: 6.501 km)
Fahrzeit in Stunden: 197,09 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 55 km/h
Durchschnittsverbrauch: 14,3 l Diesel

Kosten für das Tanken? Lieber nicht ausrechnen!

Am Ende ein Zitat

Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.
Adolf Freiherr v. Knigge (1752 - 1796)

© Bernd Loewe im November 2010 

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