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Tasuco - Bogsak

Die Nachtruhe war wesentlich angenehmer als befürchtet, am Morgen strahlend blauer Himmel. Gemütlich gefrühstückt, schnell noch ein paar Bilder, dann ging die Fahrt weiter.

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In Tasuco fanden wir die “Leihgabe” aus Kopenhagen am Strand, ganz anders als die Meldungen, das die Skulptur “Kleine Meerjungfrau” den Mittelpunkt des dänischen Pavillons auf der World EXPO 2010 in Schanghai bilden sollte. Nein, sie hat hier Urlaub gemacht...

Unterwegs ein Stopp in der Nähe von Narhkury, eine mächtige Festung am Strand und das “Mädchenschloss”. Im Mittelalter eine der berüchtigsten Korarenburgen. Der heutige Name ist mit einer Sage verbunden: Ein Sultan glaubte der Weissagung, das seine Tochter einen tödlichen Schlangenbiss erleiden würde. Zu ihrem Schutz ließ er die Burg bauen. Doch als er seiner Tochter einen Korb voller Früchte zukommen ließ, hat sie eine dort verborgene Schlage getötet, seufz ...

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Ein Polizist, der ein wenig Deutsch sprach, gab uns Tipps für Campingplätze in der Nähe, die wir angefahren haben. Der Campingplatz „ Akcakil“ war fast voll, Kuga-Tours war gerade mit einer großen Gruppe eingetroffen. Die Mobile standen dicht an dicht, noch nicht einmal eine Markisenbreite Abstand. Etwas erschöpft schilderte uns ein Reiseteilnehmer aus „EN“ die Tour. Der deutsch sprechende Campingplatzbesitzer wollte uns an den Strand stellen, aber zwei Gruppenteilnehmer machten deutlichen Stress, sie wollten dort hin. Der Inhaber murmelte „Mein Gott“, wir zogen es vor, angesichts der angenehmen Atmosphäre, weiter zu fahren.

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Nur wenige Kilometer weiter in Bogsak war der größere Campingplatz bereits geschlossen, einige 100 Meter weiter ein kleiner Platz, der uns für stolze 20 TL aufnahm. Hier war die Saison vorbei, die Türken hatten ihre Wohnwagen bereits wieder „eingepackt“. Die alten „renovierten“ Schätzchen sahen schon abenteuerlich aus, aber viele sogar mit einer Außenklimaanlage, die normalerweise in dieser Art auch an Häusern zu sehen sind.

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So waren wir allein, standen in 1-A Lage direkt am Strand. Das dazugehörige Restaurant „Gürbüzler“ hatte noch geöffnet, mit Tischen direkt am Meer. 26 Grad, angenehmes Badewasser, Reisemobilherz, was willst Du mehr? Am Abend lecker gegrillten frischen Fisch zu zivilen Preisen, alles gut! Selbst das WLAN-Netz „Gürbüzler“ konnte gegen Password genutzt werden. Die Nacht war bestens, am Morgen strahlend blauer Himmel, der erst einmal dazu einlud ins Meer zu springen. Relaxen war für den heutigen Tag angesagt. Bis zum Mittag zogen leichte Wolken auf, es blieb warm um die 25 Grad. Aus den benachbarten Häusern besuchte uns eine Türkin, sie hatte in Deutschland gelebt und sprach ausgezeichnet Deutsch. Entspannt ließen wir uns am Abend wieder den gegrillten Fisch schmecken.

Tasuco - Campingplatz „ Akcakil“

Der nächste Tag begrüßte uns mit einigen Wolken, was aber nicht daran hinderte, vor dem Frühstück ins Meer zu hüpfen. Später zahlten wir unsere Gebühren für zwei Nächte. Nach einem Einkauf in Tasuco steuerten wir den vom Ort vielleicht 3 Kilometer entfernten Campingplatz „ Akcakil“ an. Helga und Kalle stießen später wieder zu uns, es gab einiges zu erzähle

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Der Campingplatz liegt direkt an der neuen Straße, die hoch oben am Platz vorbeiführt, die Lkws donnerten deutlich vernehmlich vorbei. Allerdings war in der Nacht kaum Verkehr. Aber direkt am Meer stehend, mit dem Wellengeräuschen zum Ausgleich, das war schon in Ordnung. Reisemobile aus der Schweiz, den Niederlanden und Belgien waren auf dem Platz. Das Betreiberpaar (er Türke, sie Holländerin) spricht deutsch, die Anlage ist ansehnlich und in vielen Reiseführern positiv beschrieben. WLAN-Internet ist im Preis enthalten.

Das Restaurant des Campingplatzes hatte deutlich höhere Preise, als das Restaurant in Bogsak, Fisch und Salat kostete mehr als das doppelte, aber die Qualität war in Ordnung. Eine laue Sommernacht lud zum draußen sitzen ein, trotz durchgehender Bewölkung und einiger Mückenstiche. Gegen 23 Uhr hatten wir noch immer knapp 24 Grad. Am nächsten Abend rollte der „Big Grasshopper“ als Taxi nach Bogsak, das dortige Fischrestaurant verpflegte uns vier gut und günstig.

Da eine weitere Gruppe von KUGA-Tours unseren Platz gebucht hatte, wechselten wir am nächsten Morgen an eine andere schöne Stelle des Campingplatzes, direkt am Meer. So vergingen vier Tage des Relaxens bei warmem, aber oft bewölkten Wetter und bestem Badewasser.  

Wir nahmen nach einem Morgenbad Abschied von der ersten Reihe und bummelten Richtung Anamur. Unterwegs entdeckten wir einen Markt, der direkt am Meer abgehalten wurde. Ein willkommender Anlass, um unsere Vorräte aufzustocken.

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Anamur

Eine schöne Küstenstraße, unterbrochen von Großbaustellen, immer wieder mit herrlichen Panoramaaussichten, führte uns bis zur zinnenbewehrten Burg Anamur (Mamure Kalesi) aus dem frühen Mittelalter.

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Tisch und Stuhl am Strand, das gab es auf unserer Reise nur einmal. 

Während der Mittagspause entstanden diese Bilder eines älteren Kerls mit Hund am Strand.

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Eine mächtige Mauer umschließt mehrere Innenhöfe und eine Moschee, die nach einer Renovierung wieder genutzt wird. Die Türme und Wehrgänge sind über abenteuerliche ungesicherte Treppen zugänglich.

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Die alten „Rittersleut“ haben sich an aussichtsreichen Stellen eingenistet, durchaus beeindruckend, die gesamte Anlage.

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Eine ältere Frau schmückte die Frauen mit einer Hibiskusblüte und freute sich über unser Erstaunen.

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An der Burg schließt sich ein breiter Sandstrand an.

Der nur ca. 500 Meter entfernte fast leere Campingplatz „Dragon“ nahm uns für 20 TL auf. Viele Bäume, nicht viel Platz für größere Reisemobile.

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Nur ein VW-Camper aus Berlin und ein junges Paar, das die Türkei mit dem Fahrrad eroberte, waren auf dem Platz. Die benachbarte Ziegenherde wurde von einem Ehepaar gehütet. Der Mann hatte vor einiger Zeit einen schweren Verkehrsunfall erlitten, von dem er sich noch nicht erholt hatte, wie seine „offenen“ Beine zeigten.

Das Restaurant des Campingplatzes mit einer Türkisch-Deutschen Familie rund um den Besitzern verköstigte uns zu zivilen Preisen. Der deutsche Schwiegervater setzte sich zu uns, berichtete über das Bauprojekt mit Appartements und erzählte die eine oder andere Anekdote.

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